Intel Open Lab München
Intel blickt auf eine lange und erfolgreiche Innovationsgeschichte in Europa zurück. Hierzu zählen Gebiete wie Chipdesign, Software-Entwicklung, mobile Kommunikation und Services, Miniaturisierung in der Chipforschung sowie Entwicklungen von Produkten und Technologien im Bereich Pflege und Gesundheitsvorsorge.
Mit dem Intel Open Lab München schlägt Intel eine Brücke zwischen Industrie und Wissenschaft. Gemeinsam mit der Einrichtung in Leixlip/Irland bildet der Forschungsstandort München die Intel Labs Europe (ILE), die Anfang 2009 aus der Taufe gehoben wurden. Die Labs koordinieren die F&E-Aktivitäten von rund 1.000 Forschern innerhalb der Europäischen Union. Ziel ist es, die Entwicklungen für die Intel® Architektur weiter zu optimieren und Partnerschaften mit Interessensgruppen in Europa zu initiieren.
Das Intel Open Lab in München leistet einen wichtigen Beitrag zur Förderung innovativer und zukunftsweisender Ideen, die in und um die ITK entstehen. Die Entwicklungstätigkeiten erfolgen anschließend entweder in den Intel Labs Europe oder in Forschungsprogrammen, die von Universitäten und Industriebetrieben in Zusammenarbeit durchgeführt werden.
Intel Braunschweig
In Braunschweig konzentriert sich Intel auf die Forschung und Entwicklung im Bereich der Mikroprozessortechnik. Der Standort mit mehr als 120 Ingenieuren ist einer von Intels größten Chipentwicklungszentren in Europa.
Themenschwerpunkte der Arbeit in Braunschweig bilden die künftigen Generationen von Manycore-Prozessoren sowie die Entwicklung aktueller Mikroprozessor-Generationen in den neuesten Fertigungsverfahren. So ist der „Single Chip Cloud Computer“ – ein experimenteller Mikroprozessor mit 48 Kernen – maßgeblich in Braunschweig mitentwickelt worden. Seit September 2010 können Mitglieder der Many-Core Applications Research Community (MARC) den SCC von Intel zu Forschungszwecken nutzen. Die weltweite MARC-Initiative zielt darauf ab, die Entwicklung von paralleler Software der nächsten Generation zu beschleunigen.
Im Europäischen Kompetenzzentrum für High-Performance-Computing(HPC)-Technologie werden in Braunschweig außerdem Chips für Höchstleistungsrechner bzw. Supercomputer entwickelt. Dazu gehört auch die enge Zusammenarbeit mit dem ExaCluster Labor in Jülich mit dem Ziel, immer neue Höchstleistungswerte für Supercomputer zu erreichen. Zudem forscht Intel hier an neuen Speicherarchitekturen, die mit der stetig wachsenden Prozessorleistung Schritt halten.
Eine enge Kooperation verbindet Intel mit der Technischen Universität Braunschweig, um die Ausbildung von hoch qualifizierten wissenschaftlichen Fachkräften zu fördern. An der TU Braunschweig finanziert Intel deshalb den Hauptstudiengang „Advanced VLSI-Design“ (Very Large Scale Integrated Circuits), der sich intensiv mit der Entwicklung hochkomplexer Mikrochips befasst.
An Jugendliche in Schulen richtet sich die Intel® Leibniz Challenge, die Intel Braunschweig gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover ins Leben gerufen hat. Der Wettbewerb bringt Schülerinnen und Schülern das Berufsbild des Ingenieurs näher und soll Interesse wecken, einen technischen Ausbildungsweg einzuschlagen.
Intel Ulm
Am Intel Standort Ulm geht es um die Entwicklung und Konzeption von Debuggern und Tools zur Softwareentwicklung.
Das Debugger Tools Lab in Ulm entwickelt Debugger-Produkte für mobile Internetgeräte (MIDs), Embedded-Produkte sowie Desktop- und Server-Systeme, die auf Intel-Plattformen basieren. Zu letzteren gehören auch Multithread-Debugger-Lösungen, die für Intel Multicore-Prozessoren konzipiert sind.
Im Intel-Kompetenzzentrum in Ulm befasst sich Intel mit Entwicklungswerkzeugen für MIDs und Embedded-Lösungen, die auf dem Intel® Atom™ Prozessor basieren. Über die Website des Intel® Tools Competency Center (Intel® TCC) und via E-Mail erhalten Entwickler wichtige Informationen zum Intel Atom Prozessor sowie zu Entwicklungswerkzeugen für das Open-Source-Betriebssystem Moblin und Embedded-Software.
ExaCluster Labor Jülich
Das ExaCluster Labor in Jülich, das Intel zusammen mit ParTec und dem Forschungszentrum Jülich betreibt, ist eng in die High-Performance-Computing-Forschung von Intel eingebunden. Die Einrichtung befindet sich auf dem Campus des Forschungszentrums in Jülich und ist Bestandteil der Intel Labs Europe. Ziel des im Mai 2010 gegründeten ExaCluster Labors ist es, ExaFLOPS an Leistung für die Systemverwaltungs-Software großer heterogener Supercomputer zu erreichen.
Der Terminus ExaFLOPS beschreibt die Abarbeitung von einer Trillion Instruktionen pro Sekunde. Systeme, die mit einer derartigen Geschwindigkeit arbeiten, werden „Exascale-Systeme“ genannt. Diese Hochleistungssysteme kommen beispielsweise in der Medizin zum Einsatz: Organe können damit detailgetreu abgebildet und die Komplexität von biochemischen Phänomenen besser aufgezeigt werden. Je mehr Abhängigkeiten ein Supercomputer berücksichtigen kann, umso aussagekräftiger werden Simulationsergebnisse für Ärzte und Forscher.
Damit die Entwicklung ExaFLOPS-fähiger Supercomputer in naher Zukunft Realität wird, forscht das ExaCluster Labor in Jülich auch an freier Exascale-Runtime-Systemsoftware, Software-Werkzeugen und Simulations-Software.
Das ExaCluster Labor arbeitet eng mit dem Europäischen Kompetenzzentrum für High-Performance-Computing in Braunschweig zusammen und unterstützt Intels Engagement im Bereich Supercomputing.
Intel Visual Computing Institute
Gemeinsam mit der Universität des Saarlandes betreibt Intel das Intel Visual Computing Institute auf dem Campus der Hochschule am Standort Saarbrücken. Die Einrichtung ist Bestandteil der Intel Labs Europe und ist aktuell die umfangreichste Kooperation mit einer Universität in Europa. Im Mittelpunkt steht die Entwicklung von zukünftigen Grafik- und Visual-Computing-Techniken.
Mit seinen Innovationen wird das Forschungszentrum dazu beitragen, visuelle oder andere Informationen in Wissenschaft und Forschung, aber auch in der Unterhaltungsindustrie besser analysieren, verarbeiten, übertragen und darstellen zu können.
Die Aufgabe der Wissenschaftler in Saarbrücken umfasst einerseits Grundlagenforschung, anderseits angewandte Forschung in den Bereichen realistische, interaktive Computergrafik und Natural User Interface (NUI). Lebensechte Grafikdarstellung in Echtzeit-Visual-Computing bezeichnet die Analyse, Verarbeitung und Darstellung visueller oder anderer Informationen mit dem Ziel, die Interaktion von Anwendern mit Computern und anderen Endgeräten in Echtzeit intuitiv und so real wie möglich zu gestalten. Zu den Anwendungsbereichen zählen Computerspiele, medizinische Bildgebung und interaktive 3-D-Daten-Modelle, wie sie zum Beispiel in der wissenschaftlichen Forschung oder in der Automobilbranche zum Einsatz kommen. Die Visual-Computing-Vision von Intel ist es, Computer-Anwendungen zu entwickeln, die lebensecht aussehen, real agieren und sich ebenso anfühlen.
Das Institut steht im engen Austausch mit den Intel-Forschungszentren für Hardware-Design (u. a. in Barcelona und Braunschweig). Die Ergebnisse der Forschungsarbeit fließen in neue Software-Tools und in die Hardwareentwicklung ein.
Derzeit beschäftigt das Institut Wissenschaftler von Intel, der Universität des Saarlandes, des Max-Planck-Instituts für Informatik, des Max-Planck-Instituts für Softwaresysteme und des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz. Das Team wird in den kommenden Jahren stark expandieren und Mitarbeiter aus ganz Europa umfassen.


