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Randy Lane

Interview mit Randy Lane, FoH Dream Theater 2007/2008

Interview de Randy Lane

Die meisten Menschen würden ihr Hobby gern zu ihrem Beruf machen, aber nur wenige haben das Glück und die Begabung, dies tatsächlich zu tun … manche sogar 22 Jahre lang! Genau das ist Randy Lane gelungen!

Alles begann während seiner College-Zeit: Er realisierte zahlreiche Soundprojekte und merkte schon bald, dass Tontechniker sein Traumberuf wäre. Seine berufliche Laufbahn startete er bei „Audio Services“, einer Tontechnikfirma mit Sitz in Jackson, Tennessee. Der Firmenpräsident Russ Kirkland verließ sich schon nach kurzer Zeit auf Randys Talent, und es dauerte nicht lange, bis sich sein Können herumsprach und Randys Karriere die Straße des Erfolgs einschlug. Einige Jahre später ergriff er die Chance, mit einer bekannten Rockgruppe auf Tour zu gehen. Diese Tätigkeit entsprach genau seinen Vorstellungen. Er genoss es auf Tour zu sein und er liebte seinen Job … und schon bald wurde er leitender Tontechniker der Band. Da er genau das tat, was er am besten konnte, traten schon bald andere bekannte Bands an ihn heran. Im Laufe der Jahre arbeitete er unter anderen mit The Spin Doctors, Bush, Fuel, Three Doors Down, Collective Soul, Alter Bridge, Joe Satriani, Eric Johnson, Steve Vai und Dream Theater. Und wenn er nicht gerade auf Tour ist, arbeitet er von zu Hause aus in Pennsylvania.

Zurzeit ist Randy Lane mit der Progressive-Rock-Band Dream Theater auf Tour. Lesen Sie weiter und erfahren Sie, welche Voraussetzungen ein Live-Tontechniker für diesen Beruf mitbringen muss und wie Randy entscheidend zu den Live-Erfolgen einer legendären Rock-Band beiträgt.

Hallo Randy! Welche unterschiedlichen Bereiche umfasst Ihre Arbeit?

Meine Tätigkeit umfasst alle Aspekte der Musik, die das Publikum hört. Von der Auswahl der Mikrofone und der Lautsprecher über ihre Platzierung bis hin zu allen anderen Faktoren, die sich darauf auswirken, wie das Publikum den Sound der Band wahrnimmt. Bei der aktuellen Dream-Theater-Tour „Chaos in Motion“ habe ich noch eine weitere Aufgabe übernommen: Ich zeichne jede Show im Multitrack-Format auf, damit die Band die Aufnahmen später nutzen kann.

Wie sieht Ihre Philosophie aus? Würden Sie uns einige Details erklären?

Meine Philosophie in Bezug auf Live-Musik ist sehr einfach: Steh der Band nicht im Weg. Meiner Ansicht nach sollte der Sound einer Band so wenig wie möglich beeinflusst werden. Jede Band steckt viel Zeit und Mühe in die Verbesserung ihrer Musik und ihrer Performance. Meine Aufgabe ist es, ihre Musik für das Publikum hörbar zu machen, ohne die beabsichtigte Präsentation zu verfälschen.

Wie sieht Ihr Equipment aus, also Computer, Prozessor und Software?

Ich verwende Steinberg* Nuendo* auf einem leistungsstarken Dell XPS M1210 Notebook mit Intel® Core® 2 Duo Prozessor T7600 und 2 GB RAM. Auf diese Ausrüstung bin ich ziemlich stolz.

Bietet Ihnen ein mobiler PC Vorteile? Können Sie mit Ihrem Notebook Dinge tun, die mit einem stationären PC nicht möglich wären?

Mobilität ist die Grundvoraussetzung für diese Art von Arbeit. Das Aufnahme-Equipment und die PA-Anlage für die Live-Auftritte müssen jeden Tag an einen neuen Veranstaltungsort gebracht werden: Mobilität und einfaches Setup sind daher entscheidend. Ich habe schon zahlreiche Shows aufgezeichnet, die ich mit einem gängigen mobilen Aufnahmewagen aus Platz- oder Budgetgründen nicht aufzeichnen hätte können. Oft habe ich auch bei Konzerten die Hauptgruppen aufgenommen, da ihr Equipment nur die Aufnahme einer beschränkten Anzahl von Tracks zuließ oder für den Veranstaltungsort beziehungsweise den verfügbaren Platz zu groß war. Meine gesamte Ausrüstung – ohne Konsole – passt bequem in einen Rucksack, den ich bei Bedarf sogar als Handgepäck ins Flugzeug mitnehmen kann.

Welche Faktoren spielen Ihrer Meinung für Ihre mobile Workstation die wichtigste Rolle?

Der Prozessordurchsatz ist das A und O. Über die Schnittstellen wird eine enorme Datenmenge auf den Computer übertragen und auf der Festplatte gespeichert. Daher spielt auch der Festplattendurchsatz eine entscheidende Rolle. Und außerdem muss das System äußerst robust sein, denn es wird jeden Tag an einen neuen Ort transportiert und muss zuverlässig arbeiten.

Welche weiteren Komponenten verwenden Sie zusammen mit Ihrem Notebook?

Yamaha PM5D und DSP5D Konsolen mit Apogee Big Ben Word Clock, Yamaha MY16AT ADAT Schnittstellenkarten, M-Audio Profire Lightbridge ADAT/Firewire Audioschnittstelle und externe Lacie Festplatte mit 2 TB mit Firewire 800 Lacie Cardbus-Adapter.

Wie würde Ihr Traumsetup aussehen?

Das habe ich bereits! Es ist klein und extrem leistungsstark. Pro Abend nehme ich mit einem Equipment, das in einen Rucksack passt, etwa 60 Tracks auf. Außerdem kann ich auf dem Notebook Shows extrem schnell abmischen, da der Prozessor die Tracks und Plugins während des Mischens verarbeitet.

Welche Features wünschen Sie sich für die nahe Zukunft?

Ich hoffe, dass schon bald Notebooks mit Quadcore-Prozessoren erhältlich sein werden, denn Plugins und Effekte verlangen dem Prozessor zunehmend mehr Rechenleistung ab.

Coldcut

Coldcut

„Eine unserer Devisen ist: Was du siehst ist das was du hörst“, sagt Matt Black, die eine Hälfte des beliebten britischen Duos Coldcut. Wie bitte? Wie machen Sie Sichtbares hörbar? Nur die, die das audiovisuelle Feuerwerk, das Matt und sein Partner Jonathan More auf der Bühne entfachen, selbst erlebt haben, können ermessen, was das heißt. Als Coldcut 1987 ihre erste Schallplatte veröffentlichten, begeisterten sie mit einer faszinierenden Mischung aus Hip Hop, Techno, Elektro, Dancehall, Pop und stimmungsvollem Jazz. Das Duo, das als Produzenten, DJs, Radiomoderatoren und Musiker arbeitet, macht Musik für die Seele – einen farbenfrohen visuellen Soundtrack. Im Laufe ihrer zwanzigjährigen Zusammenarbeit haben die beiden die Sprache ihrer Musik und ihre „musikalische Spielwiese“ erweitert. Matt und Jonathan, die zu den Pionieren des „Turntablism“ gehören, haben sogar Computerspiele und eigene Software entwickelt. Aber ihr Hauptanliegen war die Verfeinerung ihrer Remixing-Fähigkeiten und das Experimentieren mit weiteren visuellen Komponenten bei ihrer Bühnen-Performance.

„Wir haben die Grundlagen des Hip Hop mit den Ideen der Musikproduktion kombiniert und in Videos angewendet“, sagt Matt. Es ist noch gar nicht so lange her, dass diese abenteuerlichen Shows in den heutigen Dimensionen gar nicht machbar waren. „Die niedrigeren Kosten für technische Produkte haben vieles ermöglicht. Ich denke, wir kommen jetzt in eine Phase, in der Maschinen genau das leisten können, was wir uns vorgestellt haben. Es steht uns jetzt viel mehr Power zur Verfügung. Wir arbeiten mit sehr anspruchsvollen Anwendungen, vorwiegend Echtzeit-Video und Echtzeit-Grafik, die enorm viel Verarbeitungskapazität benötigen. Und wir sind ständig auf der Suche nach noch schnelleren Maschinen, damit wir noch mehr Kanäle und Echtzeiteffekte nutzen können.“

Die Shows, die Coldcut präsentieren, schärfen die Sinne. „Musik hat einen starken Bezug zu Erlebtem und zu Erinnerungen. Es ist eine Art Verbindung zwischen den Menschen und ihrer Umgebung. Ich verwende die Musik, um damit meine Stimmungen zu beeinflussen. Und dabei kann mich meine Vorstellungskraft in ganz andere Dimensionen bringen. Ich glaube, es ist keine Übertreibung, wenn ich sage, dass Filme die kraftvollste Kunstform sind, die die Menschheit je entwickelt hat. Filme transportieren Musik und Sprache zu den Menschen. Neulich habe ich mir „La Dolce Vita“ von Fellini angesehen – der hat mich in eine ganz andere Realität und Zeit versetzt. Kunst ist immer der Versuch, die Erlebnisse des Einzelnen den Mitmenschen näher zu bringen. Es ist der Versuch, die Erfahrungen des Bewusstseins mit anderen zu teilen. Wenn du die Kunst einer Person erlebst, kannst du dich ein Stück weit in diese Person hineinversetzen.“ Viele Fans sind glücklich, sich so wie einer von Coldcut fühlen zu können – bis zu einem gewissen Grad.

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Troy Pierce

Troy Pierce

Was Troy Pierce verrückt macht, ist, wenn die Leute seine Musik als „Minimal-Techno“ bezeichnen. „Ich denke, das ist die schlimmste Beschreibung überhaupt. Ich spiele selten das, was ich minimale Tracks nennen würde“, sagt der amerikanische DJ, Produzent und Remixer.

„Ich mache Tanzmusik. Anders kann ich es nicht beschreiben. Es ist weder House noch Techno – es ist eine sonderbare Mischung fünf verschiedener Stile und Minimalismus – ein etwas überbeanspruchter Ausdruck, der seine Bedeutung verloren hat.“ Sein Publikum in den angesagtesten Clubs in Europa weiß genau, was Troy Pierce damit meint.

Als er 1994 nach New York kam, beschaffte er sich zwei Plattenspieler und seine Karriere begann. Was ist heute für ihn anders als damals? „Grundsätzlich hat sich geändert, dass ich inzwischen mein Hobby zum Beruf gemacht habe. Und ich bin tiefer in die Technik eingestiegen. Der Musikstil, den ich damals machte, und der, den ich jetzt spiele, unterscheidet sich eigentlich nicht großartig. Aber die Intensität und die Vorgehensweise haben sich verändert“, sagt Troy, der zusammen mit Magda und Marc Houle 2006 das neue M-nus-Sublabel „Items & Things“ gründete. „Ich arbeite zu 60 % als DJ und 40 % live. Ich verändere ständig die Original-Tracks und spiele sie jedes Mal in einer anderen Weise.“

Troy, der eigentlich aus Indiana stammt, hat einige Zeit in Chicago, Detroit und in New York verbracht. 2002 beschloss er, diese schwingenden Musikmetropolen zu verlassen und zog nach Berlin. Weshalb? „In New York fand ich nicht diese Art von Umgebung wie in Berlin. Berlin treibt mich mehr zu Veränderungen an, ich suche nach neuen Sounds und neuen Wegen, sie zu präsentieren. Diese Umgebung ist äußerst motivierend. Und es gibt noch einen anderen Vorteil. Ich bin in einer Stunde in London, in Amsterdam und in eineinhalb Stunden in Mailand. Und in all diesen Städten trete ich ja auch auf.“ Die tanzenden Füße und swingenden Körper der Menschenmassen in diesen Städten beweisen, dass die Musik von Troy Pierce alles andere als minimalistisch ist. Sie ist maximal.

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Teddy Riley

Teddy Riley

Seit den frühen 80er-Jahren ist Teddy Riley eine der Schlüsselfiguren in der R&B-Musik. Als Produzent, Songschreiber, Sänger, Musiker, Schöpfer des New Jack Swing und Mitglied der Gruppen Guy und Blackstreet hat er Musikgeschichte geschrieben.

Teddy, wie hat die Computertechnik deine Arbeit als Künstler, Produzent und Songschreiber verändert?

„Ich kann jetzt überall arbeiten. Ich liebe es zu reisen und halte es nicht lange ohne Arbeit und Musik aus. Wenn ich in Kalifornien, New York oder Atlanta bin, kann ich mit meinem Notebook und einem Kopfhörer ernsthaft arbeiten. Ich konnte mir gar nicht vorstellen, dass ich so viel machen könnte und alles unter einen Hut bringe.“

Wie, glaubst Du, wird sich die Technik in den nächsten Jahren entwickeln?

„Es ist großartig zu sehen, wie die Computertechnik auf eine zentrale Quelle zurückgeht. Früher hat alles mal mit einem AKAI-MPC angefangen. Danach kamen andere Sampler, Synthesizer und synthetisches Schlagzeug hinzu, um die Möglichkeiten zu erweitern. Mit der Leistungsfähigkeit der Intel® Prozessoren und Cubase 4* von Steinberg* können wir zurück zur zentralen Quelle: die Schnelligkeit der Computer beschleunigt die Arbeitsabläufe.“

An welchen Projekten arbeiten Sie momentan? Planen Sie nicht gerade ein Comeback-Album mit Michael Jackson?

„Ich arbeite zusammen mit der Adida Band an einer neuen Blackstreet-CD und mit einer Gruppe namens FOH an einem Animationsprojekt für Japan. Und ich plane in Zukunft, mit Michael Jackson zusammen zu arbeiten.“

Sie veranstalteten letztes Jahr ein New-Jack-Swing-Revival. Wie war es und was hat sich musikalisch für Sie verändert?

„Die Musik ist zu ihrer ursprünglichsten Form zurückgekehrt. Sie war entstellt und benötigte Hilfe. Die neue Generation sehnt sich nach der Qualität der Produktionen aus den 80er- und 90er-Jahren, und das hat uns wieder nach vorne gebracht.“

Wie geht es Ihnen bei R&B? Sind Sie zufrieden mit der Entwicklung des Stils?

„Nein. Ich bin gar nicht begeistert. Es gab immer mehr als 100 Gruppen und inzwischen sind es weniger als 50 aktive Künstler. R&B hat an Einfluss verloren. Allerdings trägt das Revival der 80er- und 90er-Jahre dazu bei, eine neue Generation von Musikern bei R&B zu inspirieren und gleichzeitig ist es ein Wegbereiter für deren Zukunft.“

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Jordan Rudess

Jordan Rudess

Jordan Rudess lebt in zwei Welten. Einerseits ist er ein Musiker der alten Schule, auf der anderen Seite ist er ein Mann des digitalen Zeitalters. Der Keyboard-Spieler bringt mit seinem Spiel bei der progressiven Metal-Band Dream Theater faszinierende neue Farben in die Klangwelt der Musik und wuchs mit klassischem Klavierunterricht auf. Später versuchte er sich an Instrumenten wie dem Minimoog*-Synthesizer. Und seitdem hat er eine Liebesbeziehung zur Musik. „Ich war eigentlich nie technisch begabt. Ich habe mich immer mehr für Musik und die kreative Seite der Dinge interessiert. Was mich zur Technik hingezogen hat? Ich habe einfach alle notwendigen Schritte gemacht, um die Musik umzusetzen, die sich in meinem Kopf befand.“

Und so hat Jordan, mit einer Mischung aus Begeisterungsfähigkeit und etwas Skepsis, das Universum der virtuellen Instrumente erobert. „Die technischen Geräte haben sich verändert und der Markt wächst so schnell, dass ich glaube, es ist für jeden kreativen Musiker, der mit Computern arbeitet, schwer, auf dem Laufenden zu bleiben. Wann immer ich früher einen Synthesizer in die Finger bekam, verbrachte ich eine lange Zeit damit, das Beste aus ihm herauszuholen. Jetzt liegen die Dinge ein wenig anders. Ich habe eine Menge Tools, einige sind Hardware-Instrumente, einige Software-Instrumente, und es ist unmöglich, sich ausführlich mit jedem zu beschäftigen. Ich müsste dem Dream Theater sagen, wir brauchen ein Jahr Pause, damit ich das alles lernen kann“, lacht Jordan. „Wenn Sie mich vor ein paar Jahren gefragt hätten, ob ich virtuelle und reale Musikinstrumente unterscheiden kann, hätte ich ja gesagt. Aber jetzt ist das überhaupt nicht mehr zu unterscheiden.“

Mag Jordan Rudess die Musik, die andere mit dieser neuen Generation von Instrumenten machen? „Es gibt eine ganz neue Art von Musik da draußen, die Typen machen, die nie Musikunterricht hatten. Sie haben es mit ihren Computern natürlich einfacher und sind dabei sehr kreativ. Den Computer könnte man als ganz neues Instrument bezeichnen. Ich glaube, dass es wundervoll ist, hip zu sein und neue Möglichkeiten zu finden, um Musik zu machen. Aber ich denke, es ist wichtig, ein breit gefächertes Wissen und den Durchblick zu haben, um die beste Musik zu machen.“

Erleben Sie Jordan in Aktion: [WMV, 5,5 MB], [MOV, 9,2 MB]

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Booka Shade

Booka Shade

„Ein Typ in Belgien hat uns das größte Kompliment gemacht. Er sagte: „Jedes Mal, wenn ich eure Musik höre, tanzen meine Füße auf dem Boden, aber mit dem Kopf bin ich in einer ganz anderen Welt.“ Und das ist genau das, was wir eigentlich beabsichtigen. Unsere Musik soll zum Tanzen inspirieren, aber mit dem Kopfhörer genauso viel Spaß machen“, sagt Arno Kammermeier, die eine Hälfte der Gruppe Booka Shade aus Berlin. Mit seinem Partner Walter Merziger und Aufführungen wie M.A.N.D.Y und DJ T hat er, mit dem Get-Physical-Label und aufregenden Live-Shows, neue Impulse in der Welt der elektronischen Musik gesetzt.

Wenn man durchs Internet surft, kann man für die Musik von Booka Shade alle möglichen Genre-Bezeichnungen finden. Einige von ihnen sind originell, andere einfach nur unsinnig. „Ich finde nichts schlimmer, als diese beknackten Kategorien“, sagt Arno. „Wir nennen unsere Musik einfach elektronische Musik. Viele Leute glauben, das wäre nicht weiter als ein ständiges Bumm-Bumm-Bumm. Aber für uns ist es ein ganz anderes Universum. Elektronische Musik ist ein Bereich, in dem wir wesentlich erfindungsreicher sein können als zum Beispiel in der Pop-Musik. Jeder, der uns genau zuhört, erkennt, dass das wirklich vielschichtige Musik ist. Und es ist keine Musik, die du reproduzieren könntest, wenn du nur DJ bist. Du brauchst dazu einen realen musikalischen Hintergrund.“

Beide Mitglieder der Gruppe Booka Shade wuchsen in musikalischen Familien auf. Arnos Vater war tief im Jazz verwurzelt, Walters Vater ein großer Fan klassischer Musik. Die Schulfreunde Arno und Walter begannen als Synthie-Pop-Band. Seitdem hat Booka Shade viele stilistische Änderungen durchgemacht. „Wir wären verrückt, wenn wir nur Club-Musik machen würden. Wir wollen uns selbst keine Grenzen setzen. Wir haben eine Menge Filmmusik und kommerzielle Jingles für Levis oder BMW gemacht und auch mit richtigen Orchestern gearbeitet. Wir sind Kinder der 80er-Jahre und unsere Musik war damals Soft Cell, Human League und Depeche Mode, deren letzte Single von uns übrigens remixed wurde. Aber wir interessieren uns für jede Art von Musik und glauben, dass unser Hintergrund auch in unserer Musik Ausdruck findet.“

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Rory Kaplan

Rory Kaplan

Dieser Mann hat fast alles gesehen und gemacht. Es gibt keinen Bereich in der Musik, in dem er nicht tätig wäre. Rory Kaplan hat als Produzent, als Keyboard-Spieler bei Live-Auftritten, als Studiomusiker, als Berater und in einer Plattenfirma gearbeitet. Er zählt auch zu den Pionieren des Surround-Sounds. In seiner langen Karriere hat er zusammen mit Michael Jackson, Stevie Wonder, Chick Corea, Herbie Hancock, Queen, Sting und Sheryl Crow gespielt, nur um ein paar Namen zu nennen.

Es gibt nur eines, was er jemals aufgegeben hat: „Ich bin von meinem siebzehnten Lebensjahr an auf Tournee gewesen, bis ich ungefähr 34 Jahre alt war. Nachdem meine Tochter geboren wurde, habe ich damit aufgehört. Das war etwa 1990. Ich ging dann ständig ins Studio. Mit Brian Wilson machte ich 1998 eine Live-Performance in St. Charles, Illinois, für eine VH1-Show. Seither bin ich nicht mehr live aufgetreten. Ich vermisse das sehr.“ Rory Kaplan hat einfach keine Zeit mehr für die Bühne.

Zusätzlich zu all den brillanten Dingen, die er macht , ist er jetzt auch noch ein wichtiger Partner für Intel. „Ich arbeite in einem Team, das die Kunst der Unterhaltung mit Musik und Film unterstützt. Wir arbeiten mit wichtigen Künstlern, Produzenten und Visionären zusammen, um High-End-Technik zu fördern und bessere Audioqualität zu unterstützen“, sagt Rory. „Wir sind Partner der National Association of Recording Arts & Sciences, die jedes Jahr die Grammys vergibt. Die Abteilung innerhalb der Grammys heißt „Producers’ & Engineering Wing“. Wir sind im Begriff, mit ihnen und Intel zusammen, College- und Highschool-Studenten auszubilden. Wir wollen ihnen zeigen, dass die Computertechnik dazu da ist, wirklich gute Produkte zu machen, aber wir wollen ihnen auch was zu hören anbieten, was sie noch nie zuvor gehört haben.

Das ist eine ganz neue Generation, die mit den MPEG-Files aufwächst. Es ist ja nichts falsch an MPEG, aber ich bin sicher, wenn sie hören, was aktuell in den Studios produziert wird, werden die meisten von ihnen begeistert sein. Das ist wirklich ein großer Unterschied. Wenn man die Kids jetzt unterrichtet und ihnen zeigt, warum Qualität so wichtig ist und dass sie die Verantwortung für die Musik der Zukunft tragen, könnte das unsere Branche wieder auf den richtigen Weg bringen, nämlich sich tatsächlich um die Musik Gedanken zu machen!

Kraftwerk

Kraftwerk

Wie beeinflusst die heutige Computertechnik Ihr musikalisches Konzept?

Jede Technik hat ihre eigene einzigartige Dynamik und bestimmte Merkmale, die zu neuen Ideen anregen. Nehmen Sie zum Beispiel mal Sampler: Ihr Erscheinen hat die Musikproduktion zu dieser Zeit verändert. Aber der technische Fortschritt machte da nicht halt. Die Vielseitigkeit heutiger virtueller Modularsysteme (Synthesizer) ist ein großartiges Beispiel. Ihre Möglichkeiten gehen weit über das hinaus, was die Vorläufer mit ihrer Analogtechnik leisten konnten. Experimente mit solchen Instrumenten regen zu neuen musikalischen Konzepten an. Das „Zufallselement“ wird immer eine wichtige Rolle in der Musikproduktion spielen.

Welche Geräte verwenden Sie bei Ihren Vorstellungen?

Seit 2002 und dem Start unserer „MINIMUM MAXIMUM“-Tournee arbeiten wir, sowohl im Studio als auch auf der Bühne, mit zehn Notebooks, die auf dem Intel® Pentium® 4 Notebookprozessor – M basieren. Auf vier davon läuft Steinbergs Cubase SX*, die anderen steuern unser Videosystem. Die Verteilung der Auslastung auf vier Audiosysteme stellt sicher, dass die Computer noch genügend Spielraum für die Verarbeitung aller hereinkommenden Midicontroller- und Synchronisierungssignale haben. Als Hauptsystem für die Videobearbeitung im Studio haben wir außerdem Zweiprozessor-Workstations mit Intel Prozessoren. Im Augenblick testen wir für die Live-Performance die Intel® Centrino® Duo Prozessortechnologie.

Wenn wir schon von Live-Performance sprechen – wie wichtig ist Mobilität bei der heutigen Musiktechnik?

Die Mobilität in der Musiktechnik und die Zuverlässigkeit der Notebooks und der Software haben die Umsetzung aufwändiger Tourneen vereinfacht. Wir entwickeln alle Sounds in Echtzeit auf den Notebooks und manipulieren sie mit Controller-Maps. Es nimmt kaum Zeit in Anspruch, unsere kompakte Bühnenausstattung für die Auftritte einzurichten.

Die Entwicklung der Musiktechnik geht in Richtung High-Speed. Wie wird sich diese Entwicklung Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren fortsetzen?

Es führt kein Weg am Fortschritt des virtuellen Studios vorbei. Bisher wurde diese Technik hauptsächlich genutzt, um die Elemente und Arbeitsabläufe von realer Studiotechnik auf dem Computer nachzuempfinden. Aber schon sehr bald werden auch die letzten alten Analoggeräte ihr virtuelles Abbild haben. Wir warten auf neue Ergebnisse aus den wissenschaftlichen Forschungslaboratorien und den Instituten, die sich mit der Klangforschung beschäftigen. Sie arbeiten jetzt schon längere Zeit daran, die konventionellen Kompositions- und Produktionsprozesse zu durchbrechen. Einige virtuelle Instrumente, wie die von Steinberg, wurden bereits auf diese Weise designt und dieser Trend wird weitergehen.

Fehlt Ihnen nicht manchmal das Gefühl und der Umgang mit den analogen Geräten?

Eigentlich nicht. Wir arbeiten jetzt schon seit mehreren Jahren nahezu ausschließlich mit virtuellen Techniken. Auf diesem Weg können wir unser Kling-Klang-Studio mit auf die Bühne nehmen. Das geringe Gewicht unserer Ausstattung vereinfacht uns die Arbeit mit Software-Synthesizern und Sound-Prozessoren enorm. Jedes vorstellbare Tool befindet sich in unmittelbarer Reichweite oder ist mit ein paar Mausklicks im Internet verfügbar.

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Pat Thrall

Pat Thrall

Pat Thrall, der ursprünglich als Gitarrist der Pat Travers Band sowie von Hughes/Thrall, Asia und anderen Bands bekannt wurde, ist heute als Produzent, Mixer und Techniker tätig. Dieser Tage ist er im Studio at the Palms in Las Vegas mit dem Mixen und der Tontechnik für mehrere Projekte beschäftigt. Vor kurzem stieg er von einem Mac G5 auf einen Mac Pro mit Intel Multicore-Prozessor um. Wie er sagt, hatte dies eine deutliche Auswirkung auf seine Mix-Möglichkeiten. Die Geschwindigkeit und die Verarbeitungskapazität seiner bevorzugten Digitalaudio-Workstation, Digidesigns Pro Tools, sind spürbar besser.

„Beim Abmischen mit Pro Tools verlange ich dem Computer wirklich alles ab, da ich viele Effekte und RTAS-Plugins verwende, die sehr viel Prozessorleistung benötigen“, teilt uns Thrall mit. „Daher ist der auf Intel Komponenten basierende Mac Intel in diesem Bereich der Champion, denn jetzt steht mir wesentlich mehr Rechenleistung zur Verfügung. Ich kann Plugins verwenden und muss nicht befürchten, dass der Computer irgendwann nicht mehr mithalten kann.“

Er meint weiter: „Mit dem Mac-Modell, das noch keinen Intel Prozessor hatte, stieß ich oft an die Grenzen. Der Computer geriet ins stottern, stoppte schließlich vollends und meldete, dass ich einige der RTAS-Plugins aus der Session entfernen müsste. In Folge musste ich meine Effekte auf eigene Spuren übertragen, damit ich mehr Plugins öffnen konnte, um mehr Effekte, Equalizer, Kompressoren oder Ähnliches zu nutzen.“

Das war zeitraubend und bremste meinen Arbeitsablauf. Beim Mixen geht es darum, in den Rhythmus zu kommen und in diesem Rhythmus zu bleiben. Das illustrieren zwei seiner kürzlich veröffentlichten neuen Abmischungen klassischer Titel von Miles Davis (Evolution Of The Groove, Sony Legacy) und Sly and the Family Stone (Different Strokes for Different Folks, Sony Legacy). Thrall, der mit John Mayer, den Backstreet Boys, Steven Tyler, Bono, Dave Stewart, Beyoncé, Elton John, Meat Loaf, Stevie Wonder und vielen anderen in zahlreichen Funktionen – wie Technik, Programmierung, Bearbeitung oder Aufführungen – gearbeitet hat, ist für die Vorteile der Intel Technologie dankbar.

Er meint, er kann dank Intel Leistung „wesentlich mehr Plugins für Hall und Verzögerungen innerhalb der Pro Tools einsetzen, was ziemlich viel Rechenleistung erfordert. Jetzt kann ich in Echtzeit arbeiten und muss die Schwächen des Computers nicht mehr kompensieren.“

Das waren positive Neuigkeiten für Thralls Mixprojekte, wie das neue Album „Strength & Loyalty“ von Bone Thugs-n-Harmony, seine Arbeit mit der Gewinnerin von „America's Got Talent“, Bianca Ryan, und einige Songs aus Clay Aikens neustem Album. Die bessere Rechenleistung war auch bei einem bestimmten RTAS-Plugin spürbar.

„Ich habe mit Toontracks eine Schlagzeug-Bibliothek erstellt. Das neueste Produkt heißt EZ Drummer. Ich verwende auch die Bibliothek der Superior-Serie, die RAM und CPU sehr viel abverlangen kann. Superior 2.0 wird Anfang nächsten Jahres erhältlich sein. Darin werden einige erstaunliche mehrspurige Schlagzeugkits vorkommen, die in den besten Studios von New York aufgezeichnet wurden. Als die Superior-Software herauskam, hatte der Computer erhebliche Schwierigkeiten bei der Verarbeitung der komplexen Schlagzeugmuster. Inzwischen wurde die Software optimiert und mit dem Mac Intel ist das Ganze nun kinderleicht. Ich kann die komplexesten Schlagzeugsequenzen in Echtzeit über das Plugin ausführen und der Computer hält locker Schritt.“

Nach seiner Aufrüstung zum Mac Intel fiel Thrall als erstes auf, dass der Computer wesentlich schneller startete. Und zudem „ist er bei jeder Art von Offline-Verarbeitung unglaublich schnell. Wenn man offline Berechnungen durchführt oder Audiodateien in eine Session einbringt, ist der Geschwindigkeitsunterschied deutlich spürbar. Wenn ich früher Audiodateien mit hoher Abtastrate in eine Pro-Tools-Session importierte, dauerte das eine Ewigkeit … insbesondere wenn ich den Raum voller Kunden hatte. Jetzt geht alles so viel schneller.“

„Für den Bone-Thugs-Mix verwendete ich Material von drei verschiedenen Produzenten aus drei verschiedenen Studios. Ich musste technische Schwierigkeiten überwinden, wie unterschiedliche Abtastraten und sogar einige Timing-Probleme (ein Produzent war der Ansicht, der Song sollte ein wenig langsamer sein). Vor meinem Umstieg auf Intel hätte die Zusammenführung dieser Spuren zu einer Mastersession ziemlich lange gedauert. Aber mit dem neuen Mac Intel waren die ungleichen Spuren in etwa einer Minute in eine einzige Session geladen. Das war erstaunlich!“

„Diese zusätzliche Rechenleistung erleichtert meine Arbeit immens, denn ich muss mich nicht mehr darum kümmern, ob der Computer eventuell an seine Grenzen stoßen wird. In Pro Tools zeigen die so genannten ‚Gas Gauges‘ die Auslastung des Computers an. Früher musste ich sie stets im Auge behalten und gegebenenfalls Plugins ändern oder durch Plugins mit geringerer Qualität ersetzen. Jetzt kann ich hochwertige Plugins nutzen – und zwar viele. Der ganze Ablauf geht wesentlich schneller.“

Durch die gewonnene Flexibilität kann Thrall effizienter und kreativer arbeiten: „Ich muss mich nicht mehr so sehr um die technischen Aspekte einer Session kümmern. Wenn ich früher nicht mehr genug Rechenleistung hatte, musste ich neue Spuren hinzufügen, alles an diese Spuren anpassen, sie in Echtzeit aufzeichnen, dann die Pegel neu einstellen, die neuen Plugins anpassen und manchmal die Session neu starten, damit alles wieder optimal funktionierte.“

Er fügt hinzu: „Diese Arbeitsweise wirkt sich natürlich auf die Kreativität aus: Man denkt an die Technik und nicht an die künstlerische Gestaltung. Aber all das ist Vergangenheit. Der Intel Mac hat den kreativen Aspekt meiner Arbeit erweitert. Was könnte man sich mehr wünschen?“

Allen Sides

Allen Sides

Anfang 2007 erstellte der Techniker und Produzent Allen Sides eine revolutionäre Aufzeichnung von dem mit einem GRAMMY ausgezeichneten Song von Mary J. Blige „Be Without You“, und zwar mit vollem Orchester, Chor und Band. Die Leistung seines Intel Prozessors spielte dabei eine entscheidende Rolle. Sides zeichnete auf einem einzigen PC gleichzeitig 48 Tonspuren mit 24 Bit/192 kHz auf. Ein PC-AudioLabs-Computer mit Intel Multicore-Prozessor und die Vorabversion der Cakewalk Software SONAR 7 machten dieses Bravourstück möglich.

Nach Sides Ansicht war die zeitliche Abstimmung der entscheidende Faktor. Bis vor kurzem gab es schlichtweg kein System, das die gleichzeitige Aufzeichnung einer so großen Anzahl von Spuren mit einer so hohen Abtastrate unterstützte. Aber als Musikproduzent Ron Fair mit der Anfrage an ihn herantrat, die Tontechnik für die Aufnahme von Mary J. Blige zu übernehmen, zeichnete sich laut Sides bereits ab, dass dies erfolgreich möglich sein würde: „Ich informierte Ron, dass ich mit Intel über den Quadcore-Prozessor gesprochen hatte und dass Cakewalk eine Software herausbringen würde, mit der sich 48 Kanäle mit 192 kHz aufzeichnen lassen.“

Sides hat über 400 Alben aufgenommen. Er wurde sechs mal für den GRAMMY nominiert und zwei Mal damit ausgezeichnet. In Los Angeles besitzt er zwei erfolgreiche Studios, Ocean Way und Record One. Da die Crème de la Crème der Musikbranche dort regelmäßig Sessions abhält, ist er an einer idealen Position, um alle Neuigkeiten über die aktuellen Trends bei der Musikaufzeichnung zu erfahren. „Früher war bei 44,1 kHz und 48 das Limit erreicht. Nun werden die meisten Projekte plötzlich mit 96 kHz aufgezeichnet. Mit Pro Tools können wir jetzt bei 192 kHz doppelt blockieren. Aber wir können nur etwa 32 Spuren mit 192 aufzeichnen.“

Bis heute, zumindest. Und laut Sides, der dafür bekannt ist, in punkto Audioqualität nahezu obsessiv zu sein, wird diese Verbesserung einen großen Unterschied ausmachen. Der Musiker und Audiotechnikfan Sides hat 1973 sein erstes Studio gegründet. Da keine Aufnahmen mit ausreichend hoher Qualität existierten, wollte er das Studio in erster Linie dazu nutzen, um beeindruckendes Präsentationsmaterial für die von ihm kommerziell angebotenen Systeme zu produzieren. „Der Unterschied zwischen 44,1 und 96 ist gewiss erkennbar und hörbar, aber meiner Meinung nach ist der Unterschied zwischen 96 und 192 um vieles deutlicher. Als schließlich ein System entwickelt wurde, das so viele Spuren mit 192 kHz aufzeichnen kann, war eines für mich klar: Das möchte ich ausprobieren.“

Laut Sides erreichen digitale Aufnahmen mit 192 kHz eine Qualität, die endlich an die analoger Aufnahmen herankommt. „24 analoge Spuren ergeben zwar ein äußerst unvollkommenes Medium, aber die Abtastrate ist relativ hoch. Wenn ich auf meiner Ampex ATR-124 eine Aufnahme mache, zum Beispiel mit Köpfen für 16 Spuren, klingt das besser als beinahe jedes Digitalformat. Dann begann das Zeitalter der 192 kHz und man hatte den Eindruck, als ob die Mikros plötzlich wieder lebendig werden. Die Töne klingen langsam wieder so, wie es früher einmal war. Ich finde das äußerst spannend.“

Die Session fand in Hollywood bei Capitol Records in den Studios A und B statt. „Oftmals komme ich nicht einmal mehr in mein eigenes Studio“, fügt Sides scherzhaft hinzu, denn sein Studio Ocean Way ist bei Topmusikern äußerst beliebt. „Wir machten die letzte Aufnahme für die Rolling Stones, Eric Clapton, Paul McCartney, Green Day, Radiohead, Beck, Dr. Dre, Eminem und 50 Cent. Aber Capitol ist einer der Orte, an denen ich mich wohl fühle. Daher arbeite ich oft dort.“

Zur Aufnahme bei Capitol von Mary J. Blige mit „Be Without You“ mit dem neuen Arrangement von Ron Fair und Jerry Hey erklärt Sides: „Wir hatten sechzehn Violinen, vier Cellos, vier Violas, einen akustischen und eine elektrischen Bass, drei Schlagzeuger, Backgroundsänger, ein volles Bläserensemble – Flöten, Holzblasinstrumente, Trompeten, Waldhörner – und die Live-Stimme von Mary J. Wir machten zwei komplette Durchgänge, bei denen sie live sang und wir keine Korrekturen vornahmen. Was Sie hören, ist ihre Stimme beim zweiten Durchgang. Ich habe einige Aufnahmen mit Aretha [Franklin] gemacht. Mary J. ist ihr in vielem ähnlich, sie ist sehr talentiert.“

„Be Without You“, das erstmals auf dem bahnbrechenden und mit einem GRAMMY ausgezeichneten Album „The Breakthrough“ zu hören war, brachte der Sängerin eine GRAMMY-Auszeichnung für „Best R&B Vocal Performance“ und den Textern die Auszeichnung „Best R&B Song“ ein. Die Aufnahme des neuen Arrangements, für das Sides die Tontechnik übernahm, wird zwar im Handel erhältlich sein, aber sie wurde auch speziell für eine Aufführung von Blige bei der Show zur GRAMMY-Verleihung 2007 eingesetzt.

Sides erklärt: „Für die GRAMMY-Verleihung haben wir eine andere Version gemacht und vorab aufgezeichnet. Ich erstellte dafür einen Stereo-Mix der Hörner, der Saiteninstrumente und des Schlagzeugs. Bei der Show-Ausstrahlung war das Stereoschlagzeug live, aber die Hörner, die Saiteninstrumente und der Background kamen von uns. Mary J. sang live und zu ihrer Stimme wurden einige Live-Hörner hinzugenommen. Meiner Meinung nach klang es großartig.“

Alle Aufzeichnungen erfolgten über die beiden API-1604-Vintage-Konsolen von Sides auf einem PC-AudioLabs-System mit SONAR-Software. „Intel hat diesen besonderen Computer, mit vier Festplatten. Alles verlief glatt und völlig problemlos“, so Sides. „Ich kenne kein anderes System, mit dem wir diese Höchstleistung erzielt hätten. Ich werde auch in Zukunft Projekte mit diesem System durchführen.“

Laut Sides war die überragende akustische 64-Bit/192kHz-Qualität von SONAR von der ersten Wiedergabe an deutlich. Und bei einer so bandbreitenintensiven Aufzeichnung mit so vielen Spuren war dieses Ergebnis nur aufgrund der Leistung des Intel Prozessors und des PC-AudioLabs-Systems möglich. „Das lässt sich mit verschiedenen Begriffen beschreiben: mehr Stimmung, mehr Raum, mehr Details im niedrigen und hohen Frequenzbereich, mehr Atmosphäre rund um die Instrumente. Alles klingt ausgedehnter und realistischer. Der Unterschied ist so groß, dass jeder ihn hört. Man muss dafür kein geschultes Gehör haben.“

In Bezug auf die Capitol-Session fährt er fort: „Die Saiteninstrumente waren in einem anderen Raum untergebracht. Daher hatte ich sie mit einem Paar Neumann M 50 ausgestattet und einige Mikros vor Ort platziert. Dafür verwendete ich [Neumann] KM-54-Röhrenmikros. Im großen Raum, in dem die Trommeln und Hörner waren, hatte ich überall M-50-Mikros und Bereichsmikros platziert. Alles ging ins Mikro, direkt in den Mikro-Vorverstärker und sofort zu den Wandlern, wobei nur die Stimme geringfügig komprimiert wurde.“

Diese Konfiguration vermittelte ein klassisches Flair mit einem modernen Touch. „In mancherlei Hinsicht klingt die Aufnahme relativ alt, denn oft hat man das Gefühl, dass Nuancen fehlen. Dadurch entsteht ein Retro-Klang. Die gewaltige Wirkung und Atmosphäre sind jedoch alles andere als Retro-Stil.“

Sides hat den Ruf, audiophil zu sein. Er räumt ein, dass dies tatsächlich so ist, aber nur in punkto Endergebnis. „Wenn das Ergebnis angenehm und musikalisch klingt und ich unorthodoxe Methoden anwenden musste, um mein Ziel zu erreichen, spielt dies keine Rolle. Ich lege mich nicht vorher fest, wie etwas gemacht werden muss. Ich finde immer wieder neue Wege, um Projekte zu verwirklichen.“

In einem Zeitalter, in dem jeder mit der Qualität der komprimierten Songs auf einem iPod zufrieden ist, scheint es entgegen der Vernunft, die Leistung der Intel Multicore-Technologie zu nutzen, um Musik mit einer möglichst hohen Abtastrate aufzunehmen. Nicht ganz, meint Sides: „Der Unterschied ist heute größer denn je. Wenn ich an der UCLA unterrichte, betone ich, dass man sich einer Sache immer sicher sein kann: Nichts kann besser werden. Wenn man mit einer lausigen Aufnahme beginnt, wird das Ergebnis am Ende grauenvoll klingen. Wenn man jedoch eine beeindruckende Aufnahme mit hoher Abtastrate erstellt, wird sie – selbst wenn sie als MP3 endet – deutlich besser klingen. Daher ist es heute wichtiger denn je, Aufnahmen mit guter Qualität zu machen.“

Das heißt nicht, dass Elemente, die mit einer geringeren Rate aufgenommen wurden, keinen Wert haben. „Wenn man mit 48 kHz aufgezeichnete Spuren hat, kann man die Samplingrate nach oben ändern und einen tollen Klang erzielen. In die andere Richtung funktioniert es jedoch nicht so gut.“

Fred Maher

Fred Maher

Als der Umstieg von der Analog- auf die Digitalaudioproduktion begann, war eine Anwendung für die Mac-Plattform dominierend. Daher beschritten die Anhänger der PC-Plattform weniger stark frequentierte Pfade. Fred Maher ist keine Ausnahme. Er gehörte zu den ersten, die DOS-basierte Sequenzer-Programme einsetzten, und wie viele andere ist er in Folge auf Pro Tools umgestiegen und schließlich zum PC zurückgekehrt, als er 2001 die Anfrage erhielt, ob er mit Steinbergs Nuendo an einem Korn-Projekt mitarbeiten würde.

„Alles änderte sich“, so Maher, „als ich Nuendo und die Idee Host-basierter Anwendungen entdeckte und feststellte, dass ich nicht losziehen musste, um zehntausende Dollar für DSP-Karten auszugeben, die innerhalb eines Jahres unbrauchbar wären.“ Der Zufall wollte es, dass Maher bei dieser Session zum ersten Mal Tom Bolton von PC AudioLabs traf. Dort hatte er gerade ein neues Computer-System mit Intel Multicore-Prozessor gekauft. „Tom kam eines Tages herein. Mein Kopf dröhnte und nichts funktionierte. Zu dem Zeitpunkt war die Arbeit mit PCs für mich noch relativ neu. Tom kam mir zu Hilfe und erklärte mir alles.“

Maher ist Musiker (er war Schlagzeuger bei der 70er-Band Material, der auch seine Musikkollegen Michael Beinhorn und Bill Laswell angehörten, die sich später als Produzenten betätigten, und bei Scritti Politti), Programmierer, Komponist, Techniker, Produzent, Mixer, Remixer und Berater. Aufgrund seiner Arbeit mit Nuendo traf er auch Steve Garth, der früher Firmenchef bei Steinberg North America war. Maher, Garth und Jayce Murphy gründeten OBEDIA (Obedient Media), um professionellen Audiokunden optimale Dienstleistungen anzubieten, wie Software- und Hardware-Service, Unterstützung und Schulungen.

Maher ist der Ansicht, dass ihm das neue System von PC AudioLabs, das mit zwei Intel Quadcore-Prozessoren ausgestattet ist, deutlich mehr Leistung bietet. „Ich kann mehr Plugins und virtuelle Instrumente einsetzen. Die DSP-Reserven sind wesentlich größer. Und auch umfangreichere Sessions kann ich mit mehr Stabilität durchführen. Das 64-Bit-Windows macht alles noch beeindruckender, aufgrund des erweiterten Speicherzugriffs.“

Zu Mahers bevorzugter Software und Hardware gehören Waves-Plugins (er ist Beta-Tester), UAD1-Plugins von Universal Audio, Cubase und natürlich Nuendo. „Ich verwende ProTools. Mein LE-System funktioniert super.“ Allerdings fügt er hinzu: „RTAS ist nicht so effizient wie VST, daher kann man auf einem System mit Pro Tools LE nicht so sehr Gas geben wie mit Cubase oder Nuendo.“

In punkto Peripherie-Geräte erklärt Maher: „Ich verwende Lynx-Audio-AES16-Audiokarten und eine Aurora-16-Wandlerkarte – das Beste, das zurzeit erhältlich ist. Ich habe einen Waves APA [Audio Processing Accelerator], eine geniale externe Box mit zusätzlichem DSP für die Plugins. Er ist eine weitere Entlastung für das System – obwohl das mit den beiden Dualcore-Prozessoren eigentlich beinahe überflüssig ist.“

Auch wenn Maher am liebsten alles in einem System integriert, verwendet er einige Peripheriegeräte. „Ich habe ein paar klassische analoge Vorverstärker, vorwiegend für den Input. Gelegentlich verwende ich einen Kompressor als Einsatz für Bass oder Stimme. Es ist eigenartig: Im digitalen Bereich gibt es so viele fantastische Dinge, insbesondere Equalizer und Effekte wie Hall und Verzögerungen, aber bei echten Kompressoremulationen haben wir diesen Level noch nicht erreicht.“

„Der neue Intel Multicore-Prozessor bietet jede Menge Leistung für Host-basierte Anwendungen“, so Maher. „Bei einem Test habe ich 225 Nuendo-Multiband-Kompressoren auf diesem System ausgeführt, das war echt erstaunlich. Bei älteren Systemen hätte ich Spuren zusammenführen müssen, aber mit dem Achtkernsystem bin ich noch bei keinem Projekt an die Grenzen gestoßen. Ich habe noch jede Menge Reserven, und das ist fantastisch.“

Maher konnte sein neues System bereits einsetzen, einschließlich einem neuen DTS-Trailer für die Formate Blu-ray und HD DVD. „Surround-Sound mit 96 kHz: Dafür verwendete ich Nuendo auf dem neuen System. Und ich werde einen Song aus BTs ‚This Binary Universe‘ in 7.1 für eine Demo bei der AES in Wien neu abmischen. Außerdem habe ich gemeinsam mit meiner besseren Hälfte, Jennifer Crowe, einige Songs geschrieben. Sie ist Sängerin und Texterin.“

Die Unterstützung von PC AudioLabs war laut Maher beispielhaft. „Diese Firma ist fabelhaft. Wenn ich eine Frage habe, rufe ich an und normalerweise kann mir ein Mitarbeiter direkt am Telefon weiterhelfen. Ich empfehle PC AudioLabs auch an Kollegen weiter, die ein System für Audioproduktionszwecke kaufen möchten. Für kreative Köpfe ist es oft recht schwierig, sich in diese Dinge einzuarbeiten.“

Er erklärt: „Der typische Anfängerfehler besteht darin, dass man sich ein Endverbrauchersystem von der Stange kauft und darauf Audioproduktionen erstellen möchte. Irgendwann steht man dann vor einem unlösbaren Problem. Bei PC AudioLabs sieht das ganz anders aus: Man muss sich nicht darum kümmern, ob eine bestimmte Schnittstelle mit einem bestimmten Mainboard kompatibel ist. Dafür sorgt PC AudioLabs.“

Maher hat noch einen letzten Rat parat: „Es ist immer empfehlenswert, beim Budget zusätzliche fünf bis zehn Prozent zu investieren, um zumindest nahe an die neueste und beste Technologie heranzukommen. Die Intel Multicore-Prozessoren sorgten vor kurzem für einen Quantensprung in punkto Leistung. Der Umstieg von einem Computer mit zwei Xeon Prozessoren auf einen Computer mit zwei Xeon Dualcore-Prozessoren bietet einen Leistungsschub von 100 Prozent. Und die Systeme mit acht Kernen erzielen beinahe 100 Prozent mehr Leistung als die Vierkernsysteme. Daher sollte man sein Budget, wenn möglich, immer ein wenig strecken.“

George Massenburg

George Massenburg

George Massenburg, Geräteentwickler und -hersteller, Techniker, Produzent und Gastprofessor an Universitäten, ist ein großer Fan von Innovation und der Entwicklung neuer Audiotools, die der Branche den Weg in die Zukunft ebnen. Typisches Beispiel: die digitale Audiotechnik. Massenburg arbeitete am Beginn seiner Karriere zwar mit Tonbändern, aber er ist überaus glücklich, ihr Ende miterlebt zu haben. „Das digitale Aufzeichnungsformat kommt mir im Allgemeinen wesentlich mehr entgegen“, so Massenburg. „Insbesondere bei der Bearbeitung von Live-Aufführungen habe ich erheblich mehr Spielraum. Und meiner Meinung nach ist das der Schlüssel zu einem Umbruch in der Musikbranche: Vor uns liegt noch jede Menge Arbeit, damit junge Künstler ihre Performance einfacher optimieren können. Und mit Nuendo, Pro Tools und Logic lässt sich dieses Ziel wesentlich leichter erreichen als mit Bändern. Ich hasse Bänder und möchte nie mehr wieder eines sehen. Moderne Tools wie diese sind um vieles besser.“

Für Massenburg zählt zu diesen modernen Tools auch sein neuer Computer mit Intel Multicore-Prozessor von PC AudioLabs. „Jetzt können wir mit 96/24 arbeiten, ohne auf Geschwindigkeit zu verzichten“, erzählt er weiter. „Darauf kommt es an. Dieser Computer ist durch und durch leistungsstark.“ Der Service von PC AudioLabs ging über die reine Pflichterfüllung hinaus, wie er uns mitteilt. Er erhielt Unterstützung bei einem scheinbar unüberwindbaren Problem, nämlich der Übertragung der Software-Lizenzen vom alten auf das neue System. „Tom Bolton war großartig und half mir sogar damit.“

1972 hat Massenburg die AES-Abhandlung über den parametrischen Equalizer ausgearbeitet, geschrieben und präsentiert. Gemeinsam mit seiner Firma, GML, Inc., untersucht er erweiterte Arbeitsoberflächen, Schnittstellen für hochauflösende Grafik, die erweiterbare Netzwerkautomatisierung für Audioproduktionsumgebungen und Standards für den automatischen Datenaustausch. Er hat mehrere Aufnahmestudios gestaltet, gebaut und geleitet und bei vielen anderen, darunter Skywalker Sound, zur akustischen und architektonischen Gestaltung beigetragen. Als Einzelperson und in Teams hat er in den vergangenen 30 Jahren an über 200 Alben mitgewirkt, die Spitzenplatzierungen erreichten. Er wurde mehrfach für den Grammy nominiert und damit ausgezeichnet, und er erhielt zahlreiche weitere Auszeichnungen von der Musikbranche. 1998 wurde ihm der Grammy for Technical Achievement verliehen. Diese Auszeichnung wurde in der Geschichte der NARAS nur vier Mal vergeben. Zurzeit ist er als außerordentlicher Professor für das Fach „Recording Arts and Sciences“ an der McGill

University im kanadischen Montreal tätig. An zahlreichen anderen Institutionen arbeitet er als Gastlektor, darunter Berklee in Boston, Evergreen

College in Olympia, Washington, University of Memphis und Tokyo University of Arts and Music.

Jeder, der Massenburg kennt, weiß, dass er feste Überzeugungen hat und seine Meinung auch entschlossen vertritt. Er verwendet im Aufnahmestudio aus zwei Gründen einen PC: Erstens möchte er die Vormachtstellung von Firmen wie Apple und Digidesign beeinflussen, indem er sich für mehr Wettbewerb ausspricht, und zweitens ist ihm die Audioqualität wichtig. „Aus dem Grund interessiere ich mich für die alternativen DAWs, die auf Intel Plattformen ausgeführt werden: Steve Jobs und Bill Gates müssen mit Konkurrenzprodukten konfrontiert werden. Der Wettbewerb kurbelt innovatives Denken an. Daher halten wir Nuendo stets auf dem neuesten Stand der Technik und bieten an, es für Sessions zu verwenden, sofern es geeignet scheint. Digidesign macht es mir nicht gerade leicht, unterwegs ein einfaches Pro-Tools|HD-System einzusetzen. Deshalb habe ich mich daran gewöhnt, unterwegs auf Nuendo zurückzugreifen. Die Branche ist bei professionellen Aufnahmen heute stark an Pro Tools gebunden, und wir müssen auf dem neuesten Stand bleiben. Aber sie wird dennoch über Pro Tools hinauswachsen.

Das neue System von PC AudioLabs hat mit Sicherheit eine Spitzenposition in der Reihe beeindruckender neuer Systeme. Damit sind wir ganz vorne mit dabei. Ich besitze einige wirklich gute Wandler. Bei unserer Arbeit kommt es oft vor, dass BWave-Dateien direkt in Pro Tools importiert werden. Aber es bleibt dennoch ein wichtiger Teil unseres Arbeitsablaufs.“

Massenburg erklärt weiter: „Ich bin weniger ein PC-Fan als ein Fan von Intel. Unter allen Chip-Herstellern ist Intel der einzige, der eine Vision hat, wie für das risikoreiche Geschäft der Chipherstellung der Weg in die Zukunft aussehen könnte.“ PCs mit Intel Komponenten bieten dem professionellem Audiobereich zumindest einen innovativen Pfad in die Zukunft. Durch den gewaltigen Anstieg der Prozessorleistung bewegen wir uns weg vom Digitalsignalprozessor. DSPs spielten für das Geschäftsmodell von Digidesign eine wichtige Rolle, da sie Anwender an proprietäre Hardware binden. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bevor eine neue Sichtweise entsteht. Und es ist ebenfalls nur eine Frage der Zeit, bis Anwender Intel Systeme verwenden, wenn sie mehr Leistung benötigen.

Die Aufnahmebranche hat den Kreis zu den ersten Tagen geschlossen, als PCs für die Ausführung von Sequenzern verwendet wurden. „Heute sehen wir mehr auf PCs“, so Massenburg. Aber er ist überzeugt, dass beim Betriebssystem noch viel zu tun ist. „Apple ist in vielen Aspekten weit voraus, aber besonders in einem Bereich, dem MacOS, ist das Unternehmen mit Abstand am besten. Ich mag das Betriebssystem Windows einfach nicht, denn ich habe ständig das Gefühl, keine Kontrolle zu haben. Und außerdem habe ich stets den Eindruck, dass es vier bis fünf Jahre hinter dem Macintosh nachhinkt.“

Die von Intel gebotene Leistung kommt Massenburgs Arbeitsweise mit Sicherheit entgegen. Bei ihm dreht sich alles darum, bei der Aufzeichnung flexibel optimale Ergebnisse zu erzielen. „So ziemlich alles, was wir hier im Studio machen, geschieht in Echtzeit. Es geht in erster Linie darum, alle Live-Darbietungen in einem Raum unter einen Hut zu bringen. Und, ja, ich bin auch in diesem Raum. Während einer Aufnahme sind weniger Anpassungen notwendig. In erster Linie höre ich der Musik zu.“

Durch die Fortschritte bei der Rechenleistung kann Massenburg alle Aufnahmen mit hoher Abtastrate durchführen. „Ich arbeite fast ausschließlich mit 96/24. Wir haben einiges mit 192 gemacht, aber wir arbeiten überhaupt nicht mehr mit 48. Üblicherweise verwende ich für die Instrumente mehrere Mikros, zum Beispiel drei für die Akustikgitarre oder drei für den Gitarrenverstärker. Später entscheide ich dann, wie ich den Sound abnehme. In der Hitze des Gefechts kommt es eher vor, dass man falsche Entscheidungen trifft, in wieweit Dinge optimiert werden sollten. Daher werden viele Spuren live aufgezeichnet ... 40 bis 50.“

Obwohl die Leistung reicht, um alle Kanäle für die Verarbeitung zu nutzen, meint Massenburg: „Ich verwende nicht gerne Plugins, um problematische Musikaspekte zu beheben. Kein Plugin hat eine Funktion für ‚Bessere Performance‘. Ebenso gibt es keine Funktion für ‚Mehr Hochgenuss‘.“

Und in Bezug auf den Einsatz von Nuendo oder Pro Tools fügt er hinzu: „Wir machen alles mit 5.1 und später wird die Aufzeichnung als Teil des Arbeitsablaufs auf Stereo heruntergemischt. Wenn man mit einem Song arbeitet, kann man ihn als Stereomix wiedergeben oder zu 5.1 wechseln und die Verteilung auf die Kanäle optimieren. Das Ergebnis ist folglich ein Stereomix. Aber wenn später der 5.1-Mix geliefert werden soll, müssen wir nur Anpassungen vornehmen und den Mix aufzeichnen.“

Massenburg hat bereits seine nächste Innovation im Visier. „Wir brauchen keinen schnelleren Computer, sondern eine bessere Arbeitsoberfläche und eine bessere, ergonomischere Integration der Software-Tools. Die Branche benötigt eine clever konzipierte Arbeitsoberfläche für die Musikproduktion.“

Michael Boddicker

Michael Boddicker

Michael Boddicker erlangte Bekanntheit als Synthesizerspieler, insbesondere durch seine Mitarbeit an den Michael-Jackson-Alben „Thriller“, „Bad“ und „Dangerous“. Er hat mit Barry Manilow, Celine Dion und Chicago gearbeitet und für zahlreiche Filme Musik komponiert oder bei der Filmmusik mitgespielt, darunter „Buckaroo Banzai“, „Miez und Mops“ und „Bulletproof“.

Außerdem ist Boddicker Besitzer eines Studios im kalifornischen Sherman Oaks. Sol Seven Recording ist mit SSL ausgestattet und als privates Musikkompositionsstudio konzipiert. Da Künstler wie Sting, Lionel Ritchie und System of a Down ihre Aufnahmen unbedingt in Boddickers Studio machen wollen, konnte er es vor lauter Andrang bald selbst nicht mehr nutzen. Daher gestaltet er nun die achte Version seines Privatstudios und nutzt diese Gelegenheit, um gleichzeitig sein Computersystem aufzurüsten.

Im Laufe der Jahre ist Boddicker immer mehr von wuchtigen Keyboards zu einem schlankeren Setup auf PC-Basis umgestiegen. „Ich arbeite nun schon seit fast sieben Jahren auf PCs“, erklärt Boddicker. „Damals kam Tascams GigaStudio auf den Markt. Also zog ich los und kaufte zuerst einen PC für GigaStudio, dann weitere drei und schließlich noch einmal sechs. Ich war von der Einfachheit schlichtweg begeistert.“

„Früher“, so Boddicker weiter, „arbeitete ich mit bis zu 128 virtuellen oder reellen Synthesizern. Mein Studiorack bestand normalerweise aus 60 Synthesizern und zwei Keyboard-Ständern. Bei den Filmen ‚Freejack‘ und ‚Miez und Mops‘ kamen sogar 128 Synthesizer gleichzeitig zum Einsatz. Diese ganze Ausrüstung ersetzte ich schließlich durch drei GigaStudios.“

Aber das Ganze war alles andere als perfekt. Daher kam Boddicker immer mehr von der PC-Lösung ab, bis PC AudioLabs sein Vertrauen wiederherstellte, und zwar mit einem System mit Intel Multicore-Prozessor. „Ich hatte mehr oder weniger alle PC-Systeme ausrangiert“, so Boddicker, „da die technischen Einschränkungen meine Kreativität einengten. Über ein Jahr lang setzte ich überhaupt keine Computer-Synthesizer ein. Meine PCs hatte ich in Schachteln verstaut. Wenn ich – oder auch jemand anders – Musik nicht mit der Maus oder auf einem Keyboard, einer Gitarre oder einem Schlagzeug spielen konnte, interessierte mich die Sache nicht. Genau genommen wurde mein Frust so groß, dass ich diese Richtung überhaupt nicht mehr weiterverfolgte.“

Das neue Intel System ist seiner Meinung nach „nicht nur ein Werkzeug, sondern vielmehr eine Inspiration.“Boddicker erklärt es folgendermaßen: „Wenn ich früher in Pro Tools einen Sequenzer abspielte und Änderungen machen oder Plugins hinzufügen wollte, musste ich den Sequenzer beenden. Das unterbrach meinen Arbeitsablauf und meinen Denkprozess. Aber die Leistung des neuen Intel Systems eröffnete völlig neue Möglichkeiten. Mit diesem System konnte ich die Hürden überwinden. Das war eine wirklich spannende Entwicklung. Der Umgang mit meinem neuen PC änderte meine Einstellung grundlegend.“

Boddicker erklärt, dass er durch den Umstieg auf das neue System ungewohnte Perspektiven entdeckte. „Ich fand heraus, dass eine Welt jenseits der meinen existiert, in der Dinge anders gemacht werden können. Die Pause hat mir sehr gut getan.“ Da er nicht mehr durch seine alte PC-Ausrüstung eingeengt ist, sieht er neue künstlerische Möglichkeiten. „Mit diesem System möchte ich wieder Kompositionen schreiben, die wie Orchestermusik klingen. Dieser Wunsch wurde erneut in mir geweckt, als ich auf meinen PC-AudioLabs-Computern mit Pro Tools arbeitete. Ich konnte nur mit GigaStudio und Emulator X Töne erzeugen und die Musik mit GigaStudio wiedergeben, während ich gleichzeitig Änderungen am Mix durchführte. Zum ersten Mal fühlte ich mich mit dem Computer genauso verbunden wie mit einem Musikinstrument.“

Seiner Meinung nach lässt sich das neue System nicht mit dem alten vergleichen. „Mein PC-AudioLabs-System ist kein einziges Mal abgestürzt. Von meinen alten Systemen kann ich das nicht behaupten. Ich habe immer wieder versucht, PC-Systeme auf verschiedene Art zusammenzusetzen, aber nie zuvor hatte ich eines, das mühelos und reibungslos funktionierte.“

Boddicker ist zwar kein Neuling auf diesem Gebiet, aber wenn er von PC AudioLabs Unterstützung benötigt, ist die Firma stets zur Hand. „Ich bin einfach nicht bereit, mich mit einem etwa fünfzehn Zentimeter dicken Stoß an Handbüchern auseinanderzusetzen. Wenn ich Tom Bolton anrufe, habe ich immer das Gefühl, mein Problem steht bei ihm an erster Stelle. Mir ist nicht ganz klar, wie es der Firma gelingt, ihre Kunden mit einem so tadellosen Service zu unterstützen. Egal wann ich während der normalen Arbeitszeit anrufe, ich erhalte jederzeit sofort Hilfe. Fast so, als ob ein Partner, Techniker oder Orchestrator am Projekt mitarbeitet und jederzeit zur Verfügung steht.“

Nathaniel Kunkel

Nathaniel Kunkel

„Have computer, will travel.“ So könnte der Wortlaut auf der Visitenkarte von Nathaniel Kunkel lauten. Vor einigen Jahren gründete er Studio Without Walls (SWW), um das Studio zum Kunden zu bringen. Kunkel kann sein innovatives, tragbares und modulares System überall aufbauen, zum Beispiel in Wohnungen oder Wohnhäusern – Stings Haus in Malibu ist nur eines der nennenswerten Beispiele – in Hotelzimmern, auf Musikbühnen, in Garagen oder auch in einem Lastwagen; eigentlich überall, wo es Kunkel gefällt und wo sich seine Kunden wohl fühlen und ihrer Kreativität freien Lauf lassen können.

Er hat bereits zahlreiche Auszeichnungen für seine Arbeit erhalten, darunter 2004 einen Emmy für „A&E in Concert: Sting: Sacred Love“. Die Show wurde von Kunkel mit seinem mobilen SWW-System in Raumklang aufgezeichnet und abgemischt und als DVD mit dem Titel „Inside: The Songs of Sacred Love“ veröffentlicht. Zu seinen Erfolgen zählen auch Grammy-Auszeichnungen für seine Arbeit mit Lyle Lovett, B.B. King, The Trio (Emmylou Harris, Linda Ronstadt und Dolly Parton) und Robbie Williams, und seine innovativen Surround-Mixes für Projekte mit Graham Nash, James Taylor und Insane Clown Posse wurden mit Surround Music Awards ausgezeichnet.

Allerdings beschränkt sich seine Begabung nicht nur auf Tontechnik und Audio-Mixes: Kunkel, der seine Lehrzeit bereits als Teenager bei einem der besten dieser Branche begann, nämlich George Massenburg, bietet seinen Kunden auch Produktions-, Authoring-, Mastering- und Studiodesign-Dienste. Außerdem wird er aufgrund seiner Erfahrungen als Elektrotechniker oft von Geräteherstellern konsultiert.

Seit 2006 bildet ein Mac mit Intel Komponenten das Herzstück seines SWW-Systems. „Mit diesem System kann ich schneller arbeiten und die Prozessoreinschränkungen für die RTAS-Verarbeitung umgehen“, so der Mann, der stets auf Achse ist. Seither war Kunkel mit seiner auf Intel Komponenten basierenden Ausrüstung für Lyle Lovett, The Police, Chris Issak, Miranda Lambert, Graham Nash, I Nine und Diana Ross im Einsatz.

Die SWW-Ausrüstung ist rund um ein Pro-Tools-System aufgebaut, was wohl kaum verwundert, da dieses System heute als Branchenstandard gilt. „Ich erhalte alle Dateien, die ich abmischen soll, auf Pro Tools“, so Kunkel, der auch eine integrierte ICON-Produktionsumgebung von Digidesign sein Eigen nennt. „Die Automatisierungseinbindung dieser Arbeitsumgebung ist schlichtweg fantastisch“, fügt er hinzu.

„Jon Connolly, Jerry Antonelli, Rich Nevens und viele andere Mitarbeiter von Digidesign kümmern sich wirklich gut um mich. Der Kundensupport von Digidesign ist ein weiterer Grund, warum ich zum Abmischen nahezu ausschließlich Pro Tools verwende.“

Welche weitere Software er gut findet? „Mein Lieblings-Plugin ist der Massenburg MDW Hi-Res Parametric EQ. Hinzu kommt noch mein TC Electronic System 6000 – und meine Favoriten sind abgedeckt. Außerdem verwende ich gerne [Spectrasonics] Atmosphere, [Synthology] Ivory und [Digidesign] Strike für Softsynths.“ Das mit Intel Komponenten ausgerüstete System unterstützt auf alle Fälle eine Menge Plugins. Kunkel fügt hinzu: „Die fünf Steckkartenplätze meines Intel-Mac sind immer belegt.“

Der Einsatz des SWW-Systems hängt vom jeweiligen Projekt ab, wie Kunkel erklärt: „Ich arbeite nicht nach einem fixen Schema.“ Die einzelnen Projekte können stark voneinander abweichen, selbst wenn es nur um die Spuren oder den Input geht. „Die größten Projekte haben über 300 Spuren. Dafür setze ich zwei Systeme ein. Aber das kommt recht selten vor, ein oder zwei Mal pro Jahr. Meistens erreichen die Projekte bei etwa 90 Spuren ihr Maximum.“Wenn möglich, zeichnet Kunkel mit 96 kHz/24 Bit auf und verwendet Lynx-Aurora-16-Wandler mit einer LT-HD-Karte, die eine direkte Schnittstelle zum Pro-Tools|HD-System bietet. „Ich finde diesen Wandler großartig und die 192 kann ich komplett umgehen“, erklärt er. „Auch die Tatsache, dass ich als Quelle eine Brainstorm DCD-8 Wordclock verwende, ist meiner Meinung nach sehr hilfreich.“

Aber für Kunkel steht die Musik im Mittelpunkt und die Tools sind nur ein Werkzeug, um das Ziel zu erreichen. „Ich konzentriere mich eher auf die Musik, mit der ich arbeite, als auf die Software“, erzählt er weiter. „Ich probiere zwar alles aus, aber ich klammere mich nicht so sehr an etwas Bestimmtes.“

Tony Brown and Jeff Balding

Tony Brown and Jeff Balding

Der in Nashville ansässige mehrfache Grammy-Gewinner und Produzent Tony Brown ist für viele einfach Mr. Country. Brown, der sich schon als Teenager für Musik begeisterte, spielte mit den Oak Ridge Boys und der legendären Hot Band von Emmylou Harris. Während der letzten fünf Lebensjahre von Elvis Presley ging Brown als Pianist mit ihm auf Tour. Er war zuerst bei RCA und dann bei MCA Nashville tätig, wo er als Präsident des Labels dazu beitrug, Country Music zu dem Stellenwert zu verhelfen, den sie heute besitzt. Dabei arbeitete er mit Musikern wie George Strait, Reba Mcentire, Vince Gill, Steve Earle, den Mavericks, Lyle Lovette, Wynonna, Jimmy Buffett und Brooks & Dunn.

Brown, der seit über drei Jahrzehnten im Musikbusiness tätig ist, ist mit Analogmusik aufgewachsen, aber vor fünf Jahren auf die digitale Audioproduktion umgestiegen. „Ich habe lange dagegen gekämpft. Jeder in Nashville war auf analog eingestellt. Jimmy Bowen brachte schließlich das digitale Zeitalter nach Nashville, und er überzeugte mich davon.“

Brown fügt hinzu: „Ich könnte den Schritt zurück niemals machen. Pro Tools|HD klingt wirklich gut. Jeder war der Ansicht, digitale Klänge seien kalt, aber das ist Blödsinn. Inzwischen gibt es nichts mehr, das man auf Computern nicht machen kann. Aufnahmen gehen so viel leichter. Dinge, die ewig gedauert hatten, sind nun im Handumdrehen erledigt.“

Brown erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter Gold-, Platin- und Mehrfachplatinpreise für etwa 150 Alben, und unzählige Singles landeten in den Top 100. Nun hat er TBE, Tony Brown Enterprises, gegründet und als mobiles Aufnahmesystem ein Apple Macbook Pro mit 15-Zoll-Display und Intel® Core™2 Duo Prozessor gekauft. „Ich habe so viele Liedermacher, die zu Hause auf Pro Tools arbeiten. Ich kann es kaum erwarten, ihnen das Notebook zu leihen.“

Brown arbeitet mit dem Techniker und Produzenten Jeff Balding zusammen. Balding hat ebenfalls einen beeindruckenden Lebenslauf aufzuweisen: Faith Hill, Trace Adkins, LeAnn Rimes, Trisha Yearwood, John Mellencamp, Carrie Underwood und Megadeth haben alle von seiner Erfahrung profitiert. „Ich drehe nicht so gerne an Knöpfen. Ich bin kreativ und habe gelernt, mich mit großartigen Musikern und Technikern zu umgeben. Ich fühlte mich immer zu innovativen Technikern hingezogen, die Neues ausprobieren. Daher arbeite ich gerne mit Jeff Balding. Er gehörte schon immer zu den Leuten in der Stadt, die bei neuen Trends als erste mit dabei waren.“

Balding nutzte die digitale Audiotechnologie bereits zu einem frühen Zeitpunkt. „Ich begann Mitte der Neunziger mit Pro Tools.“ Auch er hat sich für die Leistung der Intel Multicore-Prozessoren entschieden. „So wie Tony Techniker und Musiker auswählt, entscheidet man sich als Techniker für die Tools, von denen man weiß, dass sie eine bestimmte Aufgabe erfüllen.“ Baldings Grundausrüstung umfasst einen Mac Pro mit zwei Intel Xeon Dualcore-Prozessoren mit 3,0 GHz und ein Magma-Erweiterungsgehäuse, in dem ein Pro-Tools|HD-System mit fünf Karten und Unterstützung für 24 Eingänge und 48 Ausgänge untergebracht sind. Zum Bearbeiten und Heruntermixen verwendet er ein Macbook Pro mit Intel Core 2 Duo Prozessor mit 2,33 GHz und Digidesign 002: „Für die Prozessoranforderungen, die sich beim Abmischen einiger Songs für die neue, bei Target erhältliche Carrie-Underwood-DVD stellen würden, war das Macbook Pro meiner Ansicht nach perfekt geeignet.“

Balding genießt die Leistung der Intel Multicore-Technologie. „Eines ist mir bei Intel Chips besonders aufgefallen: Sie sind erstaunlich schnell. Dieses Plus an Tempo und Stabilität verbessert meine Produktivität. Und ich kann in einer Umgebung arbeiten, die Sicherheit vermittelt. Man möchte ja nicht, dass etwas schief geht und der Computer abstürzt.“

„Dennoch profitiert ein Techniker, der in einer digitalen Umgebung arbeitet, am meisten davon, wenn er der analogen Audiotechnik Respekt zollt und ihre Grenzen kennt“, fährt Balding fort. „Das tolle an Computeraufnahmen ist, dass ein Computer genau das aufnimmt und speichert, was man aufzeichnet. Er verändert es nicht – nicht in einer Woche, nicht in drei Monaten und auch nicht in einem Jahr. Wenn man einen Sound einmal optimal hinbekommen hat, kann man sicher sein, dass er so bleibt. Und mit dem richtigen Computer lassen sich Ideen extrem effizient im Studio umsetzen. Die Realisierung von Effekten und Produktionsideen, für die man im Analogzeitalter Stunden benötigte, ist nun in wenigen Minuten erledigt. Das ist mit Sicherheit einer der größten technischen Fortschritte, die wir in unserer Branche je gesehen haben.“

Und Balding fügt hinzu: „Trotz all der Leistung, Bequemlichkeit und Stabilität, die digitale Audiotools bieten, besteht ihre einzige Aufgabe darin, die Umsetzung kreativer Ideen zu ermöglichen – und sie festzuhalten – so dass man die technische Seite vernachlässigen und sich auf die künstlerischen Aspekte konzentrieren kann. Gute Aufnahmen sind eine echte Kunst. Die künstlerische Seite einer Aufnahme – also der Beitrag von Produzenten, Technikern und Künstlern – sollte nicht in der technischen Seite untergehen. Es ist eine Kunst, ein Mikro auszuwählen, es durch einen passenden Vorverstärker zu ergänzen und einen Equalizer anzuschließen, der das umsetzt, was man in seiner Vorstellung hört, und schließlich das Ergebnis in einer makellosen Umgebung festzuhalten. Computeraufnahmen mit hochwertigen Schnittstellen machen dies möglich. Dieses Wissen wird hoffentlich an die nächsten Generationen weitergegeben und bewahrt. Das ist äußerst wichtig.“

Die Frage nach seinem Lieblings-Plugin beantwortet Balding folgendermaßen: „Nennen sie ein beliebiges – ich verwende alle.“ Aber auf weiteres Drängen räumt er ein: „Einige meiner Lieblings-Plugins sind UAD-Plugins. Sie sind die präzisesten Plugins und sie haben einen großartigen Klang.“

Die Hardware von Universal Audio steht auch ganz oben in seiner Liste. „Mein neues Lieblingsspielzeug ist ihr neuer AD/DA-Wandler [2192 Master Audio Interface]. Dieses Ding klingt unglaublich. Ich kann ihn auf meinem Notebook einsetzen, aus meinem Mix-System mit fünf Karten direkt zugreifen und die Aufnahme über den Wandler auf dem Notebook machen. Das Ergebnis kling fantastisch“, fügt Balding hinzu.

Balding, der über umfangreiche Erfahrungen verfügt, empfiehlt jedem Systeme mit Intel Komponenten, der sich mit Aufnahmetechnik beschäftigen oder seine Audiotools aufrüsten möchte. Wieso? „Wegen der Geschwindigkeit und der vielfältigen Möglichkeiten. Wenn Software-Hersteller diese Leistung nutzen, ist unsere Arbeit um vieles einfacher und wir können uns auf die Musik konzentrieren.“

Carmen Rizzo

Carmen Rizzo

Technik, Produktion, Mix, Remix, Komposition, Projektmitarbeit und Reisen rund um den Globus: Carmen Rizzo ist ständig unterwegs und fühlt sich in jedem Genre zu Hause – von Rock über Electronica bis hin zu World Music. Ob der zweimalige GRAMMY-Anwärter auf einem Flusskahn in London Pete Townsend von The Who aufnimmt, in New Delhi mit seiner Band Niyaz auftritt oder in seinem Hightech-Studio mit Blick auf die berühmte Hollywood/Vine-Kreuzung an einem Coldplay-Remix arbeitet: In Rizzos Leben gibt es eine Kontante – seinen Computer mit Intel Komponenten.

„Mein Intel Macintosh hat mich schon zu Shows und Aufnahmen auf der ganzen Welt begleitet, vom Jazz Festival in Montreal in die Türkei, nach Frankreich und nach Spanien. Dabei hat er mich kein einziges Mal im Stich gelassen“, berichtet Rizzo. „Für September ist in der Hollywood Bowl eine Show mit Paul Oakenfold und Underworld geplant. Ich werde auch dort sein – mit meinem Intel Mac!“

Genau genommen hat Rizzo auf seinen Reisen immer zwei Notebooks dabei: „Mein schwarzes Notebook, mit Abelton Live 6 und M-Audios M-Powered Pro Tools, setze ich im Audiobereich ein. Das weiße Notebook ist mein mobiles Büro, und bei Aufführungen verwende ich es für visuelle Effekte. Für Videos nutze ich Motion Dive.Tokyo von Edirol/Roland. Mit dem Intel Prozessor ist das der absolute Wahnsinn!“

Rizzo hat im Laufe der Jahre schon mit zahlreichen Künstlern gearbeitet, wie Alanis Morissette, Seal, BT, Tiesto, Ryuichi Sakamoto, Cirque du Soleil, Grant Lee Phillips und Paul Oakenfold. Ob er im Studio, bei einem befreundeten Musiker zu Hause oder in einem Hotel ist, sein kreativer Ausgangspunkt bleibt der Computer. „Software gehört immer dazu – entweder Pro Tools oder Abelton Live. Ich spiele entweder auf einem Keyboard herum und probiere Tonfolgen aus, oder ich bastle am Sounddesign. So bekomme ich ein Gefühl für den Rhythmus, denn der Rhythmus steht für mich stets am Anfang einer Idee. Das Erstellen eigener Loops und das Programmieren sind für mich eine starke Inspiration.“

„Das Intel Upgrade war für diesen kreativen Prozess von großer Hilfe“, fährt er fort. „Ich arbeitete zu der Zeit an meinem ersten Film, und zwar ‚The Power of the Game‘, eine Pathé-Produktion unter der Regie von Michael Apted. Zwischen den Video- und Audiosequenzen und den Echtzeitinstrumenten, die zum Einsatz kamen, sagte ich jedes Mal ein Stoßgebet, bevor ich auf Wiedergabe drückte. Daher entschloss ich mich, von meinem uncoolen G5 mit einem 1,8-GHz-Prozessor, der nicht von Intel war, auf einen Intel Xeon 64-Bit-Quadcore mit 3 Gig umzusteigen.“

Rizzo erklärt begeistert: „Das war wie der Umstieg von einem Fahrrad auf ein Auto. Der gewaltige Unterschied zeigt sich in der Leistung. Mit diesem neuen Computer erleichtert mir Intel die Arbeit immens, insbesondere im Audio- und Videobereich. Ich verwende Universal-Audio-Karten, und dank Intel benötigen die Pro Tools nun nicht mehr den Großteil der verfügbaren Leistung und ich kann das Potenzial des Computers voll nutzen. Mit so viel Power muss ich die TDM-Technologie nicht mehr in diesem Ausmaß auf meinem Pro-Tools|HD-System einsetzen. Durch die Intel Technologie erhalte ich sehr viel Leistung aus der RTAS. Ich bin durch und durch begeistert.“

Rizzo arbeitete vor kurzem mit Dave Stewart an dem Song „Go Green“, den der frühere Eurythmics-Frontman für Greenpeace geschrieben hatte. Der Song schließt an „We are the World“ an. Er ist Teil einer weltweiten Umweltkampagne, an der Künstler wie Sarah McLachlan, Annie Lennox, Imogen Heap, Natalie Imbruglia und viele andere beteiligt sind. „Ich habe eine echt coole Electronic-Worldbeat-Version produziert“, so Rizzo. „Mein Intel Mac war voll in seinem Element. Ich begann auf meinem neuen Xeon 64-Bit-Dualcore. Er ist so schnell, dass man sich anschnallen muss!“

Der neue Computer wurde bereits einem Praxistest unterzogen: „Ich reiste nach Las Vegas, um dort Aufnahmen von meinem Freund Toumany Kouyaté zu machen. Er stammt aus dem Senegal und tritt im Cirque du Soleil. Wir machten die Aufnahme im Hotelzimmer auf meinem Intel Mac mit M-Audio-410-Firewire-Audio-Schnittstelle: Das Ergebnis war makellos.“

An welchem Projekt Rizzo auch immer arbeitet, er beugt sich keinem kommerziellen Druck. „Ich mache Musik, weil es mir Spaß macht. Ich bin nie auf eine Platzierung in den Charts aus. Ich möchte Aufnahmen machen, die ich selbst kaufen würde und ich höre nur selten Songs, die in den Charts sind. Mein Motto lautete stets, dass man mich nach meiner Musik beurteilen sollte und nicht nach dem Erfolg in den Charts oder dem Bankkonto. Die Leute wissen nicht, wie viel ich verdiene; ihnen gefällt einfach meine Musik.“