19. April 2006

Intel meldet für das erste Quartal 2006 einen Umsatz von 8,94 Milliarden Dollar

  • Operatives Ergebnis 1,70 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Dollar ohne aktienbasierte Vergütungen)
  • Gewinn pro Aktie 23 Cent (27 Cent ohne aktienbasierte Vergütungen)
  • 585 Millionen Dollar als Dividende ausgeschüttet 
  • 2,9 Milliarden Dollar für den Aktienrückkauf von 138,5 Millionen Anteilen verwendet
Feldkirchen / Santa Clara, den 19. April 2006 – Die Intel Corporation erzielte im ersten Quartal 2006 einen Umsatz von 8,94 Milliarden Dollar, ein operatives Ergebnis von 1,70 Milliarden Dollar, einen Nettogewinn von 1,35 Milliarden Dollar und einen Gewinn pro Aktie von 23 Cent. Ohne Einbeziehung der aktienbasierten Vergütungen betrug das operative Ergebnis 2,1 Milliarden Dollar, der Nettogewinn 1,6 Milliarden Dollar und der Gewinn pro Aktie 27 Cent.
“Wir glauben, dass das PC-Wachstum sich in den letzten Quartalen abgeschwächt hat. Dies führt dazu, dass unser Umsatz im ersten Halbjahr von einem langsameren Abbau der Lagerbestände bei unseren Kunden beeinflusst wurde,” sagte Intel Präsident and CEO Paul Otellini. “Wir haben vorzügliche betriebliche Fortschritte in diesem Quartal gemacht, es wurden Millionen von Zwei-Kern Prozessoren ausgeliefert, die Centrino® Duo Mobil-Plattform wurde gut vom Markt angenommen ebenso wie die Viiv™ Plattform für das digitale Zuhause. Im dritten Quartal werden wir neue Prozessoren, die auf der Intel Core™ Mikroarchitektur aufbauen, vorstellen. Dies wird uns die Leistungsführerschaft über alle Segmente wie Server-, Desktop- und Mobilsysteme sichern und das Fundament für ein starkes zweites Halbjahr sein.”

US-GAAP Ergebnisse (unter Einbeziehung von aktienbasierten Vergütungen)
  Q1 2006  vs. Q1 2005 vs. Q4 2005
 Umsatz $8,94 Milliarden -5% -12%
 Operatives Ergebnis $1,70 Milliarden -44% -49%
 Nettogewinn $1,35 Milliarden -38% -45%
 Gewinn pro Aktie 23 Cent -34% -43%
Anmerkung: US-GAPP Ergebnisse für 2005 beinhalten keine aktienbasierte Vergütungen. Das erste Quartal 2005 war um eine Woche verlängert.

Pro-forma Ergebnisse (ohne Einbeziehung von aktienbasierten Vergütungen)
   Q1 2006   vs. Q1 2005 vs. Q4 2005
 Operatives Ergebnis $2,1 Milliarden -31,5% -37%
 Nettogewinn $1,6 Milliarden -26% -34%
 Gewinn pro Aktie 27 Cent -23% -33%

Finanzrückblick
Die Bruttogewinnmarge lag bei 55,1 Prozent und damit unter der im Januar abgegebenen Prognose von 59 Prozent plus/minus einigen Punkten. Dies resultiert vor allem aus dem niedriger als erwartet ausgefallenen Umsatz mit Mikroprozessoren und höheren Lagerwert Abschreibungen. Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung sowie Marketing und Verwaltung lagen bei 3,2 Milliarden Dollar im Vergleich zu den erwarteten 3,3 Milliarden Dollar. Dies ist auf geringe Ausgaben, welche an Umsatz und Gewinn gebunden sind, zurückzuführen. Die effektive Steuerquote von 27,5 Prozent lag unter dem erwarteten Wert von 32 Prozent hauptsächlich verursacht durch einen höheren Anteil der Gewinne aus Niedrigsteuer-Regionen sowie einer Steigerung von Steuerguthaben im Bereich Forschung und Entwicklung ausserhalb der USA. Beides erhöhte den Gewinn pro Aktie um ca. 1,4 Cent.


 

Absatz nach Weltregionen
Der Umsatz im asiatisch-pazifischen Raum, Amerika und Europa blieb hinter den Erwartungen zurück, während Japan zum ersten Mal einen Umsatz von 1 Milliarde Dollar verzeichnete. Dies wurde vor allem durch das Notebook Segment getrieben.
  Q1 2006 Vgl. Q1 2005 Vgl. Q4 2005
 Asien-Pazifik $ 4,3 Mrd. -2% -16%
 Amerika $ 1,9 Mrd. -3% +4%
 Europa $ 1,7 Mrd. -19% -26%
 Japan $ 1 Mrd. +8% +10%

Produktauslieferungen (Sequentiell)

  • Die Auslieferung von Mikroprozessoren sank. Die durchschnittlichen Verkaufspreise verringerten sich leicht.
  • Geringere Auslieferungen von Chipsätzen, Motherboards und Flash-Speichern 
  • Geringere Stückzahl der Prozessoren für Mobiltelefone und PDAs.


Entwicklungen im letzten Quartal
Der Einstieg in die Massenfertigung von Produkten basierend auf Intels 65nm Fertigungtechnologie wurde vollzogen. Millionen von Zwei-Kern 65nm Prozessoren wurden für Mobile-, Desktop- und Serversysteme ausgeliefert. Es erfolgte auch die Auslieferung der neuen Serverplattform mit dem Codenamen Bensley. Diese Plattform ermöglicht es den Kunden, Server Systeme basierend auf den neuen Zwei-Kern Prozessoren mit dem Codenamen Dempsey und Woodcrest auszuliefern.

Die Firma legte erste Details der neuen Intel Core Mikroarchitektur offen. Diese neue Architekur wird im dritten Quartal energieeffiziente Leistung in die Server-, Desktop, und Mobile-Plattformen bringen.

Intel zeigte eine neue mobile Plattform Technologie mit dem Codenamen Robson. Diese verwendet NAND Flash Speicher, um die Bootzeiten zu verkürzen, die Batterie-Lebensdauer zu erhöhen und die Anwendungen zu beschleunigen. Auch begann Intel mit der umsatzrelevanten Auslieferung von NAND Flash Speichern, und die ersten Muster von NOR Flash Speichern, hergestellt unter Verwendung von 65nm Fertigungtechnologie, wurden an Kunden geliefert.

Intel produzierte erste voll funktionsfähige SRAM Speicher unter Verwendung von 45nm Fertigungtechnologie. Dies zeigt, daß Intel auf gutem Wege ist, der erste Halbleiterhersteller zu sein, der 2007 die 45nm Prozesstechnologie einführt.

Intel stellte die „Discover the PC“ Initiative vor. Diese soll kostengünstige PC-Technologie Erstanwendern in Entwicklungsländern zur Verfügung stellen. Weiterhin gab Intel bekannt, 10 Millionen Lehrer aus Entwicklungsländern in den nächsten fünf Jahren im Umgang mit PCs auszubilden.

Prognosen zu Geschäftsentwicklung und Risiken aufgrund vorausblickender Aussagen
Die folgenden Prognosen berücksichtigen keine Einflüsse aus potenziellen Zusammenschlüssen, Akquisitionen, Ausgliederungen oder anderen Umstrukturierungsmaßnahmen, die nach dem 18. April abgeschlossen wurden.

Prognose für das 2. Quartal 2006

  • Umsatz: zwischen 8,0 und 8,6 Milliarden Dollar und damit unter den saisonalen Schwankungen. Das Unternehmen denkt, dass sich das PC Wachstum in den letzten Quartalen abschwächt hat mit der Folge, daß die Lagerbestände bei den Kunden gefüllt sind und sich dieses kurzfristig negativ auf den Bedarf auswirkt.
  • Bruttogewinnmarge: 49 Prozent plus oder minus einiger Prozentpunkte (50 Prozent plus oder minus einiger Prozentpunkte unter Berücksichtigung aktienbasierter Vergütungen von ca. 1 Prozent). Die erwartete niedrigere Bruttogewinnmarge im Vergleich mit dem ersten Quartal ist auf einen höheren Anteil an Produkten mit geringer Marge sowie geringere durchschnittliche Verkaufspreise und höhere Kosten für Mikroprozessoren zurückzuführen.
  • Ausgaben (F&E inklusive Marketing und Verwaltung): zwischen 3 Milliarden Dollar und 3,1 Milliarden Dollar (zwischen 2,7 Milliarden Dollar und 2,8 Milliarden Dollar unter Berücksichtigung aktienbasierter Vergütungen in Höhe von ca. 300 Millionen Dollar).
  • Gewinne aus Kapitalbeteiligungen sowie Zinsen und andere Posten: ca. 175 Millionen Dollar.
  • Steuerquote: ca. 30,5 Prozent.
  • Abschreibung: zwischen 1,1 und 1,2 Milliarden Dollar.
  • Abschreibung immaterieller Werte der Akquisition und damit verbundener Kosten: ca. 10 Millionen Dollar.
  • In Abstimmung mit internen Auflagen wird das Unternehmen den Rückkauf von Anteilen in den kommenden Quartalen im Vergleich mit dem ersten Quartal signifikant verringern.


Aktualisierte Prognose 2006

  • Umsatz 2006: um ca. 3 Prozent unter den 38,82 Milliarden Dollar in 2005 mit einer weiten Spanne an möglichen Schwankungen.
  • Bruttogewinnmarge: 53 Prozent , plus oder minus einiger Prozentpunkte (54 Prozent, plus oder minus einiger Prozentpunkte, unter Berücksichtigung aktienbasierter Vergütungen von ca. 1 Prozent).
  • F&E-Investitionen: Etwa 6,1 Milliarden Dollar (ca. 5,6 Milliarden Dollar unter Berücksichtigung aktienbasierter Vergütungen in Höhe von ca. 500 Millionen Dollar).
  • Ausgaben (F&E inklusive Marketing und Verwaltung): ca. 6 Milliarden Dollar (ca. 5,4 Milliarden Dollar unter Berücksichtigung aktienbasierter Vergütungen in Höhe von ca. 600 Millionen Dollar).
  • Investitionen in den Aus- und Umbau von Fabriken: zwischen 6,6 Milliarden plus/minus 200 Millionen Dollar.
  • Steuerquote: ca. 30,5 Prozent für das dritte und vierte Quartal.
  • Abschreibungen: 4,7 Milliarden Dollar plus/minus 100 Millionen Dollar, unverändert.
  • Abschreibung immaterieller Werte der Akquisition und damit verbundener Kosten: ca. 45 Millionen Dollar.

Geschäftsprognosen, „Quiet Period” und Zwischenberichte
Die Geschäftsleitung wird die Prognosen während des Quartals in nichtöffentlichen Sitzungen mit Investoren, Investmentanalysten, Medien und anderen Akteuren fortschreiben. Zwischen dem Geschäftsschluss am 2. Juni und dem zweiten Quartalsbericht 2006 am 19. Juli liegt die „Quiet Period“, während der bis dato veröffentlichte und bei der SEC eingereichte Berichtsdaten (Formular 10-K) nicht zur Fortschreibung der Geschäftsprognosen verwendet werden dürfen.

Webcast
Am 19. April um 14 Uhr 30 PST (23 Uhr 30 MEZ) strahlt Intel die Bekanntgabe der Ergebnisse live auf seiner Investor-Relations-Website unter www.intc.com aus. Ein Mitschnitt der Veranstaltung steht bis zum 19. Juli zur Verfügung.

Intel, das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern.

© 2006 Intel Corporation. Alle Rechte vorbehalten.

* Intel, das Intel Logo, Intel Core, Intel Viiv und Intel Centrino sind Marken oder Produktnamen der Intel Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften in den USA oder anderen Ländern. Andere Marken und Produktnamen sind Eigentum der geweiligen Inhaber.

** Die zuvor in diesem Dokument aufgeführten Aussagen und alle weiteren Aussagen, die sich auf Pläne und Erwartungen für das erste Quartal, das Jahr und die Zukunft beziehen, beinhalten eine Reihe von Risiken und Unsicherheiten. Viele Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlich von Intel erzielten Ergebnisse von den derzeitigen Erwartungen abweichen. Dazu gehören folgende Faktoren:
Intel ist in stark umkämpften Wirtschaftsbereichen tätig, die durch einen hohen prozentualen Anteil an Fixkosten bzw. kurzfristig nur schwer zu senkende Kosten, sowie durch eine stark wechselhafte Nachfrage geprägt sind. Die Einnahmen und Bruttogewinnspannen werden beeinflusst durch eine Reihe an Faktoren: die Nachfrage für die Produkte von Intel und deren Marktakzeptanz; die Verfügbarkeit ausreichender Bestände der Produkte von Intel und damit in Verbindung stehender Komponenten anderer Zulieferer, mit denen die Nachfrage befriedigt werden kann; existierenden Preisdruck; Maßnahmen, die von Intels Mitbewerbern ergriffen werden; die Fähigkeit von Intel, rasch auf technologische Entwicklungen zu reagieren und neue Merkmale in seine Produkte integrieren zu können. Faktoren, die dazu führen können, dass sich die Nachfrage anders entwickelt als von Intel vorhergesehen, beinhalten Veränderungen im Auftragsverhalten der Kunden einschließlich Stornierungen, Veränderungen der beim Kunden vorliegenden Bestände oder ein Wandel der geschäftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
Die Bruttogewinnmarge (in Prozent vom Umsatz) kann aufgrund von Veränderungen in folgenden Bereichen von den tatsächlichen Erwartungen abweichen: Umsatzhöhe, Produkt-Mix, Produktpreise, Bewertung der Bestände, einschließlich möglicher Abweichungen, die in Zusammenhang mit der Zeitdauer bis zur Zulassung eines Produktes für den Verkauf auftreten; überzählige oder veraltete Bestände; Produktionserträge; Änderung der Stückkosten; Auslastung der Produktionsanlagen; Beeinträchtigung langfristig eingesetzter Anlagen, etwa in in der Fertigung und Montage/Test, sowie eine Schädigung immaterieller Werte; Dauer der Anlaufphase einer Fabrik und der damit verbundenen Kosten, einschließlich der Anlaufkosten.
Die Ankündigung von Dividenden und der Dividendensatz unterliegen dem Ermessen des Intel Vorstands, Pläne für zukünftige Dividendenzahlen können durch den Vorstand revidiert werden. Die Dividenden und Aktien-Rückkaufprogramme von Intel können durch Veränderungen in den Investitionsprogrammen des Unternehmens beeinflusst werden, ebenso wie durch Veränderungen seines Kapitalflusses und Änderungen der Steuergesetze, und durch die Höhe und den Zeitpunkt von Akquisitionen und Investitionstätigkeiten.
Die Höhe der Ausgaben ist abhängig von der Nachfrage nach Produkten von Intel sowie von der Höhe des Umsatzes und dem Gewinn. Das gilt besonders für Marketingausgaben und Ausgleichszahlungen. Die Steuervorhersage beruht auf der heutigen Steuergesetzgebung, auf den erwarteten Einnahmen und auf der Annahme, dass Intel weiterhin Steuervorteile aus dem Exportgeschäft ableiten kann. Die Steuerquote kann beeinflusst werden durch Akquisitionen oder Veräußerungen, durch die Rechtssprechung, die bestimmt, wann Gewinne als verdient gelten und versteuert werden müssen; durch Veränderungen in der Einschätzung von Krediten, Zuschüssen und Abzügen; durch die Lösung von Problemen, die durch Steuerprüfungen unterschiedlicher Finanzbehörden entstehen, sowie die Fähigkeit, latente Steueransprüche erfüllen zu können.
Gewinne oder Verluste aus Beteiligungspapieren, Zinsen, etc. könnten in Abhängigkeit von den folgenden Faktoren von den Erwartungen abweichen: Aktienmarktniveaus und Kursschwankungen; Gewinne und Verluste aus dem Verkauf oder Tausch von Wertpapieren; Kosten aus der Wertminderung von börsengängigen, nicht börsengängigen und sonstigen Wertpapieren; Zinssätzen; verfügbaren Barmitteln sowie Änderungen im Zeitwert von derivativen Instrumenten.
Die von Intel erzielten Ergebnisse können von unerwarteten wirtschaftlichen, sozialen und politischen Rahmenbedingungen beeinflusst werden, welche in den Ländern vorliegen, in denen Intel, seine Kunden oder seine Zulieferer tätig sind. Dies schließt Sicherheitsrisiken, den möglichen Zusammenbruch der Infrastruktur oder Wertschwankungen ausländischer Währungen ein. Die von Intel erzielten Ergebnisse können weiterhin von ungünstigen Auswirkungen aufgrund von Produktmängeln oder Errata (Abweichungen von den veröffentlichten Spezifikationen) beeinflusst werden sowie durch Rechtsstreitigkeiten und Verfahren bezüglich des geistigen Eigentums, der Interessen von Aktionären oder Verbrauchern, kartellrechtlichen Angelegenheiten und anderen Themen, wie z.B. die in Intels SEC-Berichten beschriebenen Rechtsstreitigkeiten und Verfahren.
Eine ausführliche Erörterung dieser Faktoren sowie anderer Faktoren, welche die von Intel erzielten Ergebnisse beeinflussen können, sind in Intels SEC-Berichten enthalten, einschließlich des Berichts zu Formular 10-K für das Quartal, das zum 31. Dezember 2005 endete.