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Intel Technik beim Bau des größten wissenschaftlichen Instruments der Erde eingesetzt

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13. September 2005

Intel Technik beim Bau des größten wissenschaftlichen Instruments der Erde eingesetzt

CERN setzt bei wichtigen Simulationen und beim Datentransfer für das Hadronenbeschleuniger Projekt auf  Intel® Itanium® 2  und  Intel® Xeon®  Prozessor basierte Server
Feldkirchen, den 13. September 2005 – Intel gab heute bekannt, dass das europäische Zentrum für Kernforschung CERN erfolgreich eine Reihe von Simulationen abgeschlossen hat, die für den Gesamterfolg des Large Hadron Collider (LHC) Projektes von entscheidender Bedeutung sind. Unter Verwendung eines leistungsstarken Intel® Itanium® 2 Prozessor-basierten Clusters wurde die Wärmeabgabe großer Teilchen-Detektoren simuliert, die derzeit im Rahmen des LHC Projektes unterirdisch in einem Ringtunnel installiert werden. Der LHC ist ein riesiger Teilchenbeschleuniger mit einem 27 km langen Ringtunnel der im Jahr 2007 in Betrieb genommen werden soll. Nach seiner Fertigstellung wird der LHC das größte wissenschaftliche Instrument der Erde sein. Der selbe Cluster half dem CERN ebenfalls dabei, die Leistungsgrenzen für den Hochgeschwindigkeitstransfer von Daten immer weiter zu verschieben.

Der Datentransfer stellt für das CERN eine ständige Herausforderung dar. Mit dem Intel-basierten System hat CERN bewiesen, im Durchschnitt an zehn Tagen, Daten über ein Highspeed-Netzwerk mit einer Rekordgeschwindigkeit von 600MB pro Sekunde an sieben angegliederte Laboratorien in Europa und in den USA übertragen zukönnen. Das Ergebnis stellte einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zur der Übertragungsleistung dar, die für das LHC Computer Grid erforderlich ist. Über den Zeitraum von mehr als zehn Jahren müssen die Daten später kontinuierlich mit 1.500MB pro Sekunde übertragen werden, um dann in mehr als 150 Rechenzentren auf der ganzen Welt analysiert zu werden. Das Datenmaterial enthält Bilder der Ergebnisse der frontalen Kollisionen von Protonen in den Teilchen-Detektoren. Diese nahezu mit Lichtgeschwindigkeit ablaufenden Kollisionen werden in den kommenden Jahren von tausenden Teilchenphysikern ausgewertet. Gesucht werden Hinweise auf neue Teilchen sowie Erscheinungen, die eine Erklärung für den Ursprung des Universums liefern können. Wesentlich für den Erfolg dieser Tests war die hohe Zuverlässigkeit und der I/O Datendurchsatz der Intel basierten Systeme im CERN Cluster.

CERN und seine Partner arbeiten daran, das Ergebnis von 600MB pro Sekunde in den kommenden Monaten weiter zu verbessern. Die Testanforderungen an die Intel Itanium 2 und Intel® Xeon® Prozessor basierten Systeme werden ständig gesteigert, bis das LHC Computing Grid die volle Ausbringungsleistung erreicht. Es wird geschätzt, das in einem Betriebsjahr des LHC, Daten von über 15 Petabyte (Millionen Gigabyte) anfallen. Dies entspricht in etwa einem Prozent der heute geschätzten weltweiten Produktion von Informationen, sowohl in digitaler als auch in nicht-digitaler Form.

Der Opencluster von CERN ist ein hochentwickeltes System auf Basis von Intel Itanium 2 Prozessoren und wurde im Rahmen des CERN Openlab entwickelt. Das Openlab ist eine Initiative der Industriepartner Intel, HP, IBM, Oracle und Enterasys, mit dem Ziel neueste Lösungen in der extrem anspruchsvollen CERN-Rechenumgebung zu testen und zu validieren. Der Opencluster diente jetzt auch dazu, den Luftstrom innerhalb des LHC Ringtunnels zu optimieren, in denen die riesigen unterirdischen Detektoren angebracht sind. Die Auswertung der Temperaturverteilung an den Detektoren unter verschiedenen Bedingungen hilft den Ingenieuren zu gewährleisten, dass die empfindlichen und nur schwer erreichbaren Detektorkomponenten sicher sind und nicht beschädigt werden. Hierbei standen die Ingenieure des CERN unter großem Druck, da sie diese wichtigen Simulationen mit konventionellen Computerressourcen bewältigen sollten. Die Installation der Detektoren war noch für das laufende Jahr vorgesehen, so dass es darauf ankam, die Ergebnisse der Simulation möglichst rasch zu erhalten. Der Intel Itanium 2-basierte Opencluster hat diesen Prozess für die Ingenieure des CERN dramatisch beschleunigt.

„Das LHC Computing Grid ist ein Beispiel für die ausgesprochen erfreuliche Entwicklung im Bereich der wissenschaftlichen Datenverarbeitung“, so Sverre Jarp, CTO des CERN Openlab. „Da wir jährlich mehr als 15 Petabyte an Daten um den Globus senden, verteilt speichern,und über ein weltweites Netzwerk bestehend aus zehntausenden CPUs analysieren, müssen wir die Leistungsgrenzen für Cluster-basierte Rechner und den Datentransfer weiter anheben. Die erfolgreichen Tests des CERN Openclusters, der sich auf Intel Itanium 2 und Intel® Xeon® Prozessor-basierte Plattformen stützt, geben uns die Sicherheit, die von uns in Zukunft generierten riesigen Informationsmengen erfassen, verarbeiten und exportieren zu können.“

„Das CERN blickt auf eine lange Tradition als Pionier in Technologie und Wissenschaft zurück. Dies betrifft nicht nur die Arbeiten im Bereich der fortgeschrittenen Physik, sondern auch die Rolle als Geburtsstätte des World Wide Web“, sagte Brian Harrison, Vice President, General Manager, Intel EMEA. „Intel freut sich sehr darüber, dass das CERN bei seinem Flaggschiff-Projekt auf Intel Itanium 2 und Intel® Xeon® Prozessor Plattformen vertraut. Das Projekt profitiert sowohl von den reinen Verarbeitungsdaten in punkto Rechenleistung als auch von der verbesserten Verfügbarkeit, Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit. Wir erwartet mit Spannung die Ergebnisse der nächsten LHC Probeläufe und weiterer Forschungsarbeiten am CERN.“

Über CERN
CERN, die Europäische Organisation für Kernforschung, hat ihren Hauptsitz in Genf. Zu den Mitgliedsstaaten gehören derzeit Österreich, Belgien, Bulgarien, die Tschechische Republik, Dänemark, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Italien, die Niederlande, Norwegen, Polen, Portugal, die Slowakei, Spanien, Schweden, Schweiz und Großbritannien. Indien, Israel, Japan, Russland, die Vereinigten Staaten von Amerika, Türkei, die Europäische Kommission sowie die UNESCO haben einen Beobachterstatus.

Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation.

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