Der Umgang mit digitalen Medien gilt heute neben Lesen, Schreiben und Rechnen als vierte Kulturtechnik. Unternehmen erwarten von ihren Beschäftigten, dass sie die moderne Informations- und Kommunikationstechnik beherrschen. Zudem sind PCs, Notebooks & andere digitale Endgeräte mittlerweile selbstverständlicher Bestandteil des Alltags von Jugendlichen. Allerdings fehlen in den Schulen noch die entsprechenden Rahmenbedingungen, um diese neue Realität auch in den Unterrichtsalltag einzubinden. Im Folgenden wird erläutert, welchen Ansatz Intel hierbei verfolgt und in welcher Weise sich das Unternehmen engagiert, um Schüler und Pädagogen durch den Einsatz moderner Technologie effektiv bei ihrem Lehr- und Lernerfolg zu unterstützen.
Zu Notebookklassen und den damit verbundenen Vorteilen besteht in Deutschland noch Aufklärungsbedarf, während weite Teile Europas hier bereits schneller vorangeschritten sind. Dabei vermittelt der regelmäßige und praxisnahe Einsatz von Notebooks oder Classmate-PCs im Unterricht schon früh die technische Fertigkeit und Routine im Umgang mit einem Arbeitsgerät, das später zu einem unverzichtbaren Werkzeug im Arbeits- und Privatleben der Schüler wird. Ziel beim „neuen Lernen“ in der Schule ist es, dass die mobilen Rechner Buch, Heft und Federmäppchen nicht ersetzen, aber ebenso zum Alltag im Klassenzimmer werden.
In Notebookklassen erhält jeder Schüler ein eigenes mobiles Gerät, das er entsprechend dem Lehrplan und der Anweisung der Pädagogen regelmäßig im Unterricht sowie zur häuslichen Vor- und Nachbereitung einsetzt. Ein Notebook-Klassenzimmer ist mit einem Lehrernotebook, einem Digitalprojektor, einem Drucker und eventuell einem interaktiven Whiteboard für die Wiedergabe multimedialer Inhalte ausgestattet. Die einzelnen Rechner sind über ein Netzwerk (LAN oder WLAN) verbunden und verfügen über einen Internetzugang.
Neue Lehr- und Lernkultur
Der Einsatz von mobilen Medien wie Notebooks oder Classmate-PCs führt zu einer neuen Lernkultur und verändert die Rolle von Schülern sowie Lehrern im Lernprozess. Digitale Medien unterstützen eigenaktives und kooperatives Lernen in Selbstlernphasen sowie die Partner- oder Gruppenarbeit. So können Schüler auf verschiedene Lernplattformen zugreifen oder das so genannte virtuelle Klassenzimmer besuchen, in dem sie Lehrmaterialien für alle Fächer finden (u.a. www.virtuelle-schule.de). Diese lassen sich dann für Projekte, Präsentationen und vieles mehr nutzen. Zudem wird der Unterricht abwechslungsreicher, da man mit den Notebooks aktuelle und authentische Unterrichtsinhalte, also auch Grafiken, Fotos und Videomaterial einbinden kann.
Voraussetzung für den Erfolg von Notebookklassen sind methodisch und didaktisch geschulte Lehrkräfte, die einem Unterricht mit den neuen Medien aufgeschlossen gegenüberstehen und eine neue Lehrerrolle akzeptieren. Die Tatsache, dass Schüler oftmals im Umgang mit Computern vertrauter sind als manche Lehrkraft, bietet ganz neue Chancen für die Zusammenarbeit und die Motivation der Schüler im Unterricht. Der Lehrer fungiert verstärkt als Moderator und Coach und weniger als „Pauker“.
Damit der Umgang mit den neuen Medien ganz selbstverständlich in den Unterricht integriert wird, ist es notwendig, die Lehrmethoden sowie die Fortbildung der Pädagogen zu modernisieren. Intel engagiert sich mit unterschiedlichen Initiativen seit Jahren in der Lehrer-Fortbildung (www.intel.de/deutsch/education). Das Programm „Intel® Lehren für die Zukunft“ erreichte national bislang weit über 400.000 Lehrkräfte und damit etwa die Hälfte der gesamten Lehrerschaft. Es unterstützt die Pädagogen mit technischer und didaktischer Anleitung dabei, Computer und neue Medien im Unterricht einzusetzen. Dabei geht es um die Umsetzung konkreter Unterrichtsinhalte, die Anleitung zu fachübergreifenden Projekten und die Förderung von Teamarbeit. Zentrales Modul ist „Intel® Lehren - Aufbaukurs Online“ (http://aufbaukurs.intel-lehren.de), in dem praxiserprobte Unterrichtsbeispiele für die Lehrerfortbildung speziell aufbereitet sind. Auf dieser Online-Trainingsplattform erhalten Lehrer konkrete Anregungen, wie sie digitale Medien und damit neue Methoden in den täglichen Unterricht integrieren können, die das selbstständige Lernen der Schüler fördern.
Rahmenbedingungen für den Erfolg
Doch Notebooks und Classmate-PCs sowie entsprechend geschulte Lehrer alleine machen noch keinen qualitativ besseren und „neuen“ Unterricht. Die Rahmenbedingungen, unter denen mit Notebooks erfolgreich gearbeitet und gelernt werden kann, sind ausschlaggebend. Grundsätzlich müssen Schulleitung, Kollegium sowie Eltern und Schüler hinter dem Notebook-Projekt stehen. Zudem ist ein technisches Wartungs- und Supportkonzept mit professionellen Service-Partnern vor Ort notwendig, die im Reparaturfall innerhalb eines Arbeitstages reagieren können. Weitere entscheidende Erfolgsfaktoren für Notebookklassen sind eingeplante Ressourcen für die Fortbildung der Lehrkräfte, ein längerfristiges und tragfähiges Finanzierungskonzept, gemeinsam erarbeitete Curricula für den Einsatz von Medien sowie die Verfügbarkeit geeigneter Unterrichtsmaterialien.
Die mobilen Geräte werden im Fachunterricht und zur häuslichen Vor- und Nachbereitung ausschließlich für schulische Zwecke eingesetzt. Daher bestimmt die Schule, welche Daten und Programme auf dem Rechner zulässig sind. Zudem kontrolliert und protokolliert sie die Internetnutzung der Schüler während der Unterrichtszeit. Ergänzend sensibilisieren Lehrer die Schüler in speziellen Unterrichtseinheiten für die Risiken digitaler Medien. Vor Beginn der Notebook-arbeit besuchen die Schüler Kurse, um Sicherheit im Umgang mit der Tastatur (Zehnfingersystem) und mit Standardsoftware zu gewinnen. Ist all das geklärt, steht einem abwechslungsreichen und modernen Unterricht nichts mehr im Wege.
Intel unterstützt Schulen aktiv bei der Umsetzung von Notebookklassen. Das Unternehmen organisiert die Auslieferung und Installation der Notebooks oder Classmate-PCs im Klassenzimmer, schult die Lehrer, hilft bei der Information der Eltern und ist mit pädagogisch geschultem Personal vor Ort, um die ersten Unterrichtseinheiten mit Rat und Tat zu begleiten. Ergänzt wird dies durch technische Beratung, effektive Finanzierungsmodelle und die Kooperation mit Service-Partnern vor Ort, die sich um den reibungslosen technischen Ablauf kümmern und Support bereitstellen.
Perfekter Einstieg: Classmate-PCs
Ab welcher Jahrgangsstufe Notebookklassen beginnen und auf wie viele Jahre diese angelegt sind, liegt im Ermessen der jeweiligen Schulen. Die Geräte werden zu Projektbeginn in Absprache mit den Eltern von der Schule für einen Jahrgang angeschafft. Die Kosten für das Notebook sowie für Software, Installations- und Wartungsarbeiten, Versicherung und Fortbildungen der Schüler tragen die Eltern. Im Schnitt liegen die Aufwendungen bei rund 1000 Euro. Hierzu gibt es mittlerweile attraktive Finanzierungs- oder Leasingmodelle mit geringem Kostenaufwand pro Monat (ab ca. 25 Euro).
Kostengünstiger als Notebooks sind Classmate-PCs, die es mit einem Preis von rund 300 Euro auch Schulträgern oder Eltern mit knappem Budget erlauben, den Notebook-Unterricht in Erwägung zu ziehen. Dies gilt vor allem für den Einstieg in den Primärstufen. Den Classmate-PC hat Intel speziell für den Einsatz in der Schule entwickelt, das heißt sie sind kindgerecht in Design und Ausstattung sowie besonders robust. Für fast alle Fächer ist auf den Geräten entsprechende (Open Source-) Lernsoftware vorinstalliert und die Lehrer können die Geräte zudem fernsteuern, Bildschirminhalte übernehmen und individuell weiterhelfen.
Intel (NASDAQ: INTC), das weltweit führende Unternehmen im Bereich Halbleiterinnovation, entwickelt Technologien, Produkte und Initiativen, um Leben und Arbeit der Menschen laufend zu verbessern. Weitere Informationen über Intel finden Sie unter http://blogs.intel.com.