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Personal Computing – damals und heute

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Personal Computing – damals und heute

Die Entwicklung des PC – von der Geburtsstunde des IBM Personal Computers im Jahr 1981 zum modernen „Extended PC“

1. 1981-2001: 20 Jahre der PC-Entwicklung
2. Personal Computing – damals und heute
3. Rückblick: Eine mutige Entscheidung begründet einen neuen
Industriezweig

4. 10 Jahre kontinuierliche Produktivitätssteigerung
5. Das Multimedia-Zeitalter
6. Das Internet-Zeitalter
7. Das Zeitalter des „Extended PC“
8. Fazit: Auf dem Weg in die Zukunft


1. 1981 – 2001: 20 Jahre der PC-Entwicklung

Die Einführung des IBM Personal Computer (kurz: PC) im Sommer 1981 ist ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung der Datenverarbeitung. Blickt man zum 20. Geburtstag des PC zurück, lassen sich die Auswirkungen, die zwei Jahrzehnte des „Personal Computing“ auf unser Alltagsleben gehabt haben, nur schwer erfassen. Heute fällt es nicht leicht, sich ein Leben ohne den Personal Computer vorzustellen. Jeder dritte heute lebende Mensch wurde im Zeitalter des PC geboren.

Fest steht, dass das Phänomen PC das Leben von Millionen Menschen weltweit verändert hat. Im Laufe seiner Geschichte hat sich der PC von einer „besseren Schreibmaschine“ zu einem Gerät entwickelt, das heute im Mittelpunkt eines interessanten, dynamischen digitalen Universums steht. Und in diesem Universum kann der PC als die Schaltzentrale für viele alltägliche und kreative Aktivitäten fungieren.

Die Intel Corporation hat allen Grund die Geburtsstunde des PC als historischen Meilenstein zu feiern. Die Mikroprozessoren von Intel waren ein wesentlicher Bestandteil der PC-Revolution und haben somit zur Entwicklung eines dynamischen Industriezweigs, neuer Produktivitätslevel und eines neuen Lebensstils beigetragen. Prozessoren von Intel haben sich seit jeher durch kompromisslosen technologischen Fortschritt und Innovation ausgezeichnet – von der Intel® 8088 Central Processing Unit (CPU), dem Herzstück des ersten IBM-PC, bis zum Intel® Pentium® 4 Prozessor, der im November 2000 vorgestellt wurde. So steht den Anwendern heute bei geringeren Kosten wesentlich mehr Verarbeitungsleistung zur Verfügung als man sich vor 20 Jahren überhaupt vorstellen konnte.

2. Personal Computing – damals und heute

Personal Computing hat seit den Anfängen eine bemerkenswerte Entwicklung erfahren. Die Fortschritte, die der PC in den vergangenen 20 Jahren gemacht hat, sind jedoch nicht nur hinsichtlich der Technologie und der Kosten interessant. Besonders beeindruckend sind die Möglichkeiten, die ein PC-Benutzer heute hat – im Vergleich zu 1981. Der nachfolgende Abschnitt verdeutlicht die Unterschiede im Personal Computing damals und heute.
In seiner ersten Ausführung im Jahr 1981 hatte das Basismodell des IBM-PC einen Monochrom (einfarbig) -Monitor und keine Festplatte. Im Inneren arbeitete eine Intel 8088 CPU mit 4,77-MHz Taktfrequenz und 29.000 Transistoren. Hinzu kamen ein 5,25-Zoll-Diskettenlaufwerk mit einer Kapazität von 160 Kilobyte, 64 Kilobyte Hauptspeicher (RAM), erweiterbar auf 256 Kilobyte. Die Software war ausschließlich text-orientiert und schwierig zu bedienen. Das erste Modell enthielt das Betriebssystem PC-DOS sowie Microsoft* BASIC, VisiCalc, UCSD Pascal, CP/M-86 und Easywriter 1.0. Der einzige Sound kam aus einem winzigen Onboard-Lautsprecher, der Pieptöne und andere merkwürdige Geräusche von sich gab. Das Monochrom-Modell, für das sich anfangs die meisten Käufer des IBM-PC entschieden, kostete ca. 3.000 US-Dollar – das entspricht nach heutigen Maßstäben einem Preis von 5.700 US-Dollar. Für ein Modell mit Farbmonitor und entsprechender Grafikkarte lag der Preis damals sogar bei 4.500 US-Dollar.

Nach den heutigen Standards war der erste PC langsam, langweilig und schwer zu bedienen. Um das Gerät zu starten, musste der Benutzer die Diskette mit dem Betriebssystem in das Laufwerk einlegen, den PC einschalten und warten, bis das System hochgefahren und das Betriebssystem DOS in den Hauptspeicher geladen war. Um ein Softwareprogramm zu nutzen, musste zunächst die Betriebssystem-Diskette aus dem Laufwerk entfernt und die Programmdiskette, z. B. mit einer Textverarbeitung, einem Spiel oder einer Tabellenkalkulation, eingelegt werden.

Der PC des Jahres 1981 verfügte weder über eine Maus noch über Symbole oder Menüs für den Start einer Software. Statt einer grafischen Benutzeroberfläche (Graphical User Interface - GUI), wie sie heute in den Windows*-Umgebungen zur Verfügung steht, gab es nur die Möglichkeit, über die Tastatur den genauen Textbefehl für den Programmstart einzugeben und durch Drücken der Enter-Taste auszuführen. Die Bildschirmdarstellung (das „Look-and-Feel“) war sehr primitiv: keine Fenster und keine Möglichkeit, vorher zu sehen, wie eine Reproduktion einer Seite aussehen würde. Selbst ein Modem war etwas Besonderes.

Heute, zwanzig Jahre später, zeigt sich ein ganz anderes Bild: Anwender erhalten heute für weniger als 1.200 US-Dollar einen PC mit dem modernen Pentium® 4 Prozessor, einer Festplatte mit mindestens 40 Gigabyte (40 Milliarden Byte) Kapazität, 128 Megabyte (128 Millionen Byte) RAM und einem Farbmonitor. Sie können sich aber auch für die Luxusausführung entscheiden: Pentium 4 Prozessor, hochauflösender Farbmonitor, CD-RW- oder DVD-Laufwerk für weniger als 1.600 US-Dollar. Beide Systeme ermöglichen fotorealistische Farbgrafik, Animationen und das Abspielen von Filmen und Stereo-Sound in guter Qualität.

Der Pentium® 4 Prozessor mit 1,7 GHz läuft mit einer Taktfrequenz, die 300 mal (oder 30.000 Prozent) schneller ist als die des ersten PC-Prozessors. Mit anderen Worten: der moderne Prozessor ermöglicht 1,7 Milliarden Verarbeitungszyklen pro Sekunde, im Vergleich zu den 4,77 Millionen Zyklen pro Sekunde, die der Intel® 8088 Prozessor erreichte. Waren im Original nur 29.000 Transistoren am Werk, so sind es im Pentium 4 Prozessor 42 Millionen, die auf der Größe eines Fünfmark-Stücks untergebracht sind. Die Leiterbahnen, die diese Transistoren auf dem Computer-Chip verbinden, sind tausend Mal dünner als ein menschliches Haar.

Die Geschwindigkeit, mit der die Entwicklung von Mikroprozessoren vorangetrieben wurde, war schlicht atemberaubend. Jeffrey Rayport, Professor an der Harvard University, kam zu dem folgenden Vergleich zwischen der Entwicklung der Mikroprozessoren einerseits und der Entwicklung in der Automobil- und Luftfahrtindustrie andererseits: Hätte sich die Automobil- und Luftfahrtindustrie in den vergangenen 30 Jahren mit der gleichen Geschwindigkeit wie die Halbleiterindustrie entwickelt, würde ein Rolls-Royce heute ca. 6 DM kosten und mit weniger als 4 Litern Treibstoff nahezu 5 Millionen Kilometer zurücklegen. Entsprechend würde eine Boeing 767 etwa 1200,- DM kosten und mit weniger als 20 Litern Treibstoff den Erdball innerhalb von 20 Minuten umrunden (Quelle: Semiconductor Industry & Business Survey, „Inside Chips“, 18.12.1995).

Am meisten beeindruckt bei diesem Rückblick auf die 20-jährige Entwicklung jedoch, welche Möglichkeiten die neuesten PCs den Anwendern heute bieten. Die moderne, leistungsfähige Software, die auf einem System mit Pentium 4 Prozessor läuft, eröffnet den Benutzern eine neue Erlebniswelt. So stehen mit den großen Farbmonitoren und hoch entwickelter Grafiktechnologie heute hoch auflösende Bilder zur Verfügung – für das Surfen im World Wide Web, die Bearbeitung und Verwaltung digitaler Bilder und Filme sowie für Computerspiele. Zudem bietet ein moderner PC mit Pentium 4 Prozessor genügend Leistung, um verschiedene drahtgebundene und drahtlose digitale Geräte zu unterstützen, die eine Nutzung des Systems für unterschiedliche Aufgaben im privaten Bereich ermöglichen. So können die Menschen den Computer heute in immer mehr Bereichen einsetzen.

3. Rückblick: Eine mutige Entscheidung begründet einen neuen Industriezweig

Die Entwicklung der PC-Industrie in den vergangenen 20 Jahren ist einzigartig. Die Einführung des ersten IBM „Personal Computer“ im Jahr 1981 markiert den Beginn des PC-Zeitalters. Obwohl Einzelplatz-Computer (so genannte „Mikrocomputer“) bereits vorher bei Unternehmen wie Apple, Atari, Commodore und Radio Shack erhältlich waren, verlieh erst der angesehene Name IBM dem Konzept eines Desktop-Computers, der zu Hause oder am Arbeitsplatz genutzt werden konnte, Glaubwürdigkeit und Realisierbarkeit.

IBM tat noch mehr, um das Personal Computing hoffähig zu machen. Das Unternehmen veröffentlichte die technischen Spezifikationen oder „das Design-Rezept“ der neuen Systeme. Diese Maßnahme – damals mit Überraschung aufgenommen, doch rückblickend ein echter Durchbruch – hat die PC-Revolution entfacht. So erhielten Hardware-Anbieter mit Unternehmergeist und Softwareprogrammierer die Möglichkeit, Zubehör und Softwareprogramme für das neue System zu entwickeln. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die meisten Personal Computer abgeschlossene und proprietäre Systeme, wodurch die Anzahl der Unternehmen, die sich zu wichtigen Playern der Branche entwickeln konnten, stark eingeschränkt wurde.

Vor diesem Wendepunkt im Jahr 1981 wurden Personal Computer hauptsächlich als technische Kuriositäten angesehen. Sie wurden in der Regel von begeisterten Hobby-Technikern verkauft und genutzt – von Verwegenen, die bereit waren, viel Neues zu erlernen um die Systeme und Software handhaben zu können. Die mutige Entscheidung von IBM hat die Basis für einen Industriestandard geschaffen und PCs zu Massenprodukten gemacht, die nicht mehr als Spielzeug, sondern als ernsthaft zu nutzendes Werkzeug angesehen wurden.

Die ersten Prognosen für die PC-Verkaufszahlen fielen geradezu naiv bescheiden aus. Zu einem Zeitpunkt, als 10.000 Einheiten als riesige Menge angesehen wurden, erwartete IBM einen Absatz von etwa 240.000 PCs in fünf Jahren, schreibt der New York Times Autor John Markoff („Looking Back at My First PC“, 10.05.2001). Doch es kam anders – bei IBM gingen allein im ersten Monat 240.000 Bestellungen ein. Die 120 bis 135 Millionen PCs, die weltweit im Jahr 2000 verkauft wurden – nicht nur von IBM, sondern auch von Compaq, Dell, Gateway, Hewlett-Packard und anderen Herstellern – verdeutlichen, wie sehr diese Branche an Dynamik gewonnen hat.

Die PC-Industrie hat sich seit 1981 hervorragend entwickelt. Rückblickend lassen sich die letzten zwanzig Jahre in vier verschiedene Evolutionsstufen unterteilen. Jede Wachstumsphase des Personal Computing – Steigerung der persönlichen Produktivität, Multimedia, Internet und „Extended PC“ – hat den Benutzern neue und umfassendere Vorteile beschert.

4. 10 Jahre Produktivitätssteigerungen

Nach der Vorstellung des IBM-PC 1981 folgten zehn Jahre Computerentwicklung, die durch die Steigerung der persönlichen Produktivität gekennzeichnet waren. Und dies trotz der Tatsache, dass die ersten IBM-PCs sowie die „Clones“ oder „IBM-Kompatiblen“, die bereits 1982 auf den Markt kamen, aufgrund ihrer eingeschränkten Funktionen häufig als „bessere Schreibmaschinen“ oder „getunte Taschenrechner“ abgetan wurden. Zu den ersten Anwendungen gehörten neben der Textverarbeitung für das Erstellen und Bearbeiten von Dokumenten auch einfache Tabellenkalkulationen für die Buchhaltung, simple Datenbanken für geschäftliche und private Aufgaben sowie rudimentäre Lernsoftware und Spiele.

Jedem unter 35 dürfte es schwer fallen, sich an die Bedienung der ersten PCs zu erinnern. Die Monitore waren nahezu ausnahmslos mit Monochrom-Röhren ausgestattet – die Buchstaben und Zahlen leuchteten in schauerlichem Grün. Es gab zwar von Anfang an auch Farbbildschirme, doch waren diese exorbitant teuer. Auch waren die ersten PCs fast stumm und ohne grafische Oberfläche sowie einer Maus auch weit entfernt von einer einfachen Bedienung. Der Benutzer musste die geheimnisvoll erscheinenden Textbefehle exakt eingeben, ansonsten machte der PC gar nichts. Mit anderen Worten: Die Bedienung war ermüdend, anspruchsvoll und kryptisch.

Wie bereits zuvor erwähnt, waren die PCs damals nach heutigen Maßstäben auch sehr teuer. Aus diesem Grund wurden die Systeme in der ersten Phase des Personal Computing nahezu ausnahmslos im geschäftlichen Bereich eingesetzt.

Obwohl die PCs während der Achtzigerjahre reiften und besser wurden, blieben die Kategorien der Anwendungen nahezu unverändert. Mitte bis Ende der 80er-Jahre kamen lediglich Desktop-Publishing-Applikationen (wie PageMaker) hinzu.

Während der 80er-Jahre wurden die Intel-Mikroprozessoren stetig weiter entwickelt – von der ursprünglichen 8088-CPU, für die sich IBM entschieden hatte, über die Intel®286, Intel®386 und Intel®486 Prozessoren. Jede Generation war gekennzeichnet durch kontinuierliche technologische Verbesserungen, die mit den Fortschritten von Hardware- und Softwareprodukten einher ging. Insbesondere der Intel386 Prozessor war eine wesentliche Voraussetzung für den Umstieg auf Microsoft* Windows*, da dieser die Verarbeitungsleistung bot, die für den Einsatz dieses leistungsfähigen Betriebssystems erforderlich war.

Obwohl die Achtzigerjahre durch einige wichtige Meilensteine und Wendepunkte gekennzeichnet waren, musste man bei einer Bewertung der PC-Industrie auch eingestehen, dass die Bedienung eines PC bis zum Ende des Jahrzehnts ein schwieriges Unterfangen blieb. Die Vorboten kommender Neuerungen waren Windows* (erstmals 1983 vorgestellt), die Maus und die ersten Anzeichen von Multimedia. Windows 3.0, das 1990 erhältlich war, und im Allgemeinen als erste grafische Benutzeroberfläche (GUI) angesehen wird, fand sehr schnell Verbreitung, da es die umständlichen Tastaturbefehle durch intuitive Benutzerinteraktion ersetzte.

5. Das Multimedia-Zeitalter

Es scheint schwierig, den Beginn einer neuen Phase im Personal Computing einem bestimmten Datum zuzuordnen. Einige Branchenexperten sehen jedoch in der Einführung des ersten Multimedia-Add-on-Kit, den Creative Labs 1991 für IBM-PCs und –Clones vorstellte, den Beginn des Multimedia-Zeitalters. Der Add-On-Kit enthielt damals eine 16-Bit-Soundkarte, ein „exotisches“ 1-fach-CD-ROM-Laufwerk, Software und zwei kleine Lautsprecher. Das Paket kostete einige Hundert Dollar und erweiterte den PC um eine neue Dimension: Entertainment. Dieses Set und andere Multimedia-Upgrades, die vom Erfolg dieses Zubehörs profitierten, bahnten zudem den Weg für eine Phase, die viele das goldene Zeitalter der PC-Spiele nennen – geprägt von Klassikern wie Doom*.

Es dauerte nicht lange, bis die PC-Hersteller begannen, ihre Systeme in der Standardausführung mit Soundkarten, Lautsprechern und CD-ROM-Laufwerken auszustatten, und dadurch die bunte Multimedia-Welt auch einem Massenpublikum zugänglich machten. Anfang der 90er-Jahre wandelte sich das Bild des PC vom reinen Produktivitätswerkzeug zum Multimedia-System für Spiele mit Sound und Grafik sowie für das so genannte „Edutainment“. Zu den ersten CD-ROM-Titeln, die Bildungsinhalte mit Multimedia-Unterstützung darboten, gehörten die Enzyklopädien von Grolier und Compton. Auch erweiterte Produktivitätsanwendungen wie die Präsentationssoftware PowerPoint* wurden in dieser Phase zum Massenprodukt. Zudem erschienen im Multimedia-Zeitalter Spezialanwendungen, beispielsweise die ersten Programme für digitale Tonaufnahmen.

Das Multimedia-Zeitalter hat dazu beigetragen, dass PCs im Privatbereich eine ebenso große Verbreitung gefunden haben wie in der Geschäftswelt. Mit dem Pentium stand die fünfte Generation der Intel Prozessoren als die treibende Kraft der Multimedia-Revolution zur Verfügung. Der im Jahr 1993 vorgestellte Prozessor war so konzipiert, dass er Informationen aus der realen Welt – wie Sprache, Sound, Handschriften und Fotos – problemlos in die Verarbeitung integrieren konnte.

6. Das Internet-Zeitalter

Das Internet-Zeitalter folgte direkt auf die Multimedia-Revolution; tatsächlich gab es sogar eine gewisse Überschneidung dieser beiden Phasen. Die ersten Browser für das World Wide Web entstanden nahezu parallel zu den Multimedia-Anfängen in den frühen 90er-Jahren. Der Mosaic Web-Browser wurde beispielsweise Anfang 1993 vorgestellt, und wird vielfach als Voraussetzung für das nachfolgende große Interesse am Internet angesehen. Doch das Internet-Zeitalter im Personal Computing begann so richtig erst 1994, als die Web-Browser zur Standardsoftware wurden.

Netscape hat – mehr als jedes andere Unternehmen der Branche – mit seinen ersten Web-Browsern die explosionsartige Verbreitung des Internet angefacht. Die Browser von Netscape waren bei den Anwendern sehr begehrt, da sie die syntax-basierten Zugangsmethoden für das Internet durch eine intuitive, grafische Bedienung ersetzten. Diese Entwicklung hat wiederum dazu geführt, dass Benutzer neue PCs kauften oder vorhandene aufrüsteten, sodass die gesamte Branche davon profitierte.

Die Einführung anderer Web-Browser bis zum Ende der 90er-Jahre, insbesondere des Microsoft* Internet Explorer, hat die Popularität des PC weiter erhöht. Die PCs waren jetzt nicht nur Produktivitätswerkzeug und Multimedia-System, sondern auch das bevorzugte Gerät für den Internet-Zugang. Die Konsumenten haben PCs mit Internet-Anbindung sehr schnell als komfortable Möglichkeit für das Surfen im weltweiten Datennetz akzeptiert. Denn über diese Systeme erhielten Sie Zugriff auf eine bis dahin nicht gekannte Informationsvielfalt – von den neuesten Nachrichten über Aktienkurse und Referenzinformationen bis zu Bildern, die sie auf ihre Computer herunterladen konnten. Die schnelle und globale Verbreitung von E-Mail ist ein weiterer Beleg dafür, welch zentrale Rolle die PCs heute im Leben der Menschen spielen.

Die Intel® Pentium® II und Pentium® III Prozessoren, die im Jahr 1997 bzw. 1999 vorgestellt wurden, kamen als Herzstück der PCs in dieser dritten Entwicklungsphase zum Einsatz.

7. Das Zeitalter des „Extended PC“

Die bisher letzte Phase der PC-Geschichte begann etwa gleichzeitig mit der Jahrhundertwende. Geprägt von Intel im Januar 2001 und von anderen Branchenführern unterstützt, beschreibt der Begriff des „Extended PC“ den PC als Basis eines digitalen Universums, der seine Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit im gesamten Haus zur Verfügung stellt. In diesem neuen Modell interagieren die verschiedensten Peripheriekomponenten – PDAs (Personal Digital Assistants), Digitalkameras, digitale Videorekorder, MP3-Player, DVD-Laufwerke, CD-RW-Laufwerke, Scanner, e-Books, PC-gesteuerte Spielzeuge, Mobiltelefone und drahtlose Web-Pads – mit dem an das Internet angeschlossenen PC und profitieren von dieser geradezu symbiotischen Interaktion.

Durch die nahtlose Vernetzung mit diesen und anderen digitalen Geräten im Haus dient der Hochleistungs-PC als Kontrollzentrum, mit dem die Menschen seine Möglichkeiten auf neue Weise nutzen können. Spezielle Geräte (Appliances) und Unterhaltungssysteme können die Leistung dieser Basisstation für die unterschiedlichsten Aufgaben nutzen, z.B. für E-Mail, Surfen im Web, Sicherheitsfunktionen im Haus, Steuerung von Lichtsystemen und Umgebungsbedingungen sowie für andere interessante Einsatzbereiche.
Der Intel Pentium® 4 Prozessor ist der Motor für das Zeitalter des „Extended PC“. Der Prozessor wurde für Multimedia-Aktivitäten konzipiert, sodass Computer mit dem Pentium 4 Prozessor für die Bearbeitung von Heimvideos ebenso eingesetzt werden können wie für das Komponieren von Musikstücken, die Bildverarbeitung, den Umgang mit beeindruckenden 3-D-Umgebungen und interessanten Internet-Anwendungen.

8. Fazit: Auf dem Weg in die Zukunft

Heute bietet ein durchschnittlicher Desktop-Computer mehr Verarbeitungsleistung als der US-Regierung für den ersten bemannten Mondflug zur Verfügung stand. Doch auch nach den ersten 20 Jahren gibt es keinen Stillstand in der PC-Entwicklung.

Gordon Moore, Gründer von Intel, beobachtete schon 1965, dass sich die Leistungsfähigkeit von Prozessoren etwa alle 18 Monate verdoppelt und damit einen exponentiellen Anstieg der Computer-Leistung in relativ kurzen Zeitabständen ermöglicht. Diese als „Moore’s Law“ bekannte Aussage ist auch heute noch gültig und hat sich als bemerkenswert exakt erwiesen. Ausgehend von Moore’s Law erscheint die Annahme realistisch, dass die Halbleitertechnologie und die Transistordichte auch weiterhin schnelle Fortschritte machen und uns neue und zunehmend leistungsfähigere PCs bescheren werden. Ebenso realistisch erscheint es, dass Prozessoren in Zukunft eine zunehmend wichtige Rolle in allen Bereichen des Lebens spielen – nicht nur in PCs, sondern auch in Mobiltelefonen, Hauhaltsgeräten, Autos, Verkaufsautomaten, Verkehrsampeln und lebenserhaltenden medizinischen Geräten.

Experten sind der Meinung, dass zum Ende dieses Jahrzehnts die Leistung von PCs eine vollständig andere Größenordnung erreichen wird und sich von den heute 1,7 Milliarden Verarbeitungszyklen pro Sekunde auf etwa 10 Milliarden Zyklen pro Sekunde erhöht. Intel ist überzeugt, dass mit dem nächsten Leistungssprung die Basis für ein neues Computer-Zeitalter geschaffen wird, in dem PCs beispielsweise gesprochene Befehle verstehen und umgehend darauf reagieren können.

Craig Barrett, President und CEO von Intel hat geschätzt, dass die Anzahl der PCs mit Internet-Zugang schon bald die 1-Milliarden-Grenze überschreiten wird. Dieser bevorstehende Meilenstein impliziert, dass sich die Menschen zunehmend auf den „connected“ Hochleistungs-PC verlassen, der als Gateway zu interessanten Multimedia- und Entertainment-Erfahrungen im Internet fungiert.

„Während digitale Endgeräte eine immer größere Verbreitung finden und zunehmend Funktionen von PCs übernehmen, werden sie gleichzeitig immer mehr in die PC-Umgebung integriert. Dadurch werden die Möglichkeiten des Home-PC erweitert und noch attraktiver“, erklärt Craig Barret. „Im Zeitalter des Extended PC sind die Leistungsanforderungen an den Home-PC erheblich höher, während der Benutzer im Zentrum den digital Lifestyle erlebt.“

*Other names and brands may be claimed as the property of others.
**Intel, Pentium are trademarks or registered trademarks of Intel Corporation or its subsidiaries in the United States and other countries.



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