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Die menschliche Seite der technologischen Forschung und Entwicklung

Die menschliche Seite der technologischen Forschung und Entwicklung

Wenn Sie sich vorstellen sollten, wie die Forschung und Entwicklung bei Intel abläuft, dann haben Sie wahrscheinlich Menschen in weißen Overalls vor Augen, die eifrig in künstlich beleuchteten Räumen in einem der Entwicklungszentren von Intel arbeiten. Auf Tafeln finden sich mathematische Gleichungen und Mitarbeiter starren gebannt auf Computermonitore. Vor Ihren Augen könnte sich ein Bild aufbauen, in dem Forschungsberichte die Ergebnisse hunderter Studien von Doktoranden präsentieren.

Aber haben Sie jemals daran gedacht, dass der weltweit größte Chiphersteller auch einmal bei Ihnen vor der Türe stehen könnte, um zu beobachten, wie Sie den PC einsetzen? Oder dass wir Sie auf der Zugfahrt zur Arbeit begleiten, um herauszufinden, wie Ihre mobile Kommunikation verbessert werden könnte?

"...Die Forscher von Intel brauen in ihren Forschungszentren Projekte zusammen, die von Pagern für Jugendliche bis hin zu Internetgeräten reichen.” ZDNet News.com, John G. Spooner, 25. Juli 2000.

Statistiken und Fakten

  • Alleine im Jahr 2001 investierte Intel rund vier Milliarden Dollar in die Forschung zusammen mit industrieführenden Unternehmen und Universitäten
  • Intel forscht zusammen mit weltweit mehr als 100 Universitäten
  • Intel arbeitet an mehr als 300 Projekten mit Universitäten zusammen und investiert über 50 Millionen Dollar pro Jahr
  • Mehr als 6.000 Mitarbeiter sind im Bereich Forschung und Entwicklung in den Intel Architecture Labs beschäftigt
  • Weltweit existieren mehr als 80 dieser Forschungseinrichtungen
  • Mehr als 800 Patente wurden im Jahr 2000 erteilt – damit befindet sich Intel an 19. Stelle bei der Erteilung von Patenten in den USA
  • Intel verfügt über eine der größten Gruppen an unternehmenseigenen Ethnographen (Völkerkundler)

Jenseits der Laboratorien
Obwohl Intel ein stark Technologie-orientiertes Unternehmen ist, spielen dennoch Psychologen, Anthropologen und Sozialwissenschaftler vor allem in der Forschung eine wichtige Rolle; sie sorgen bei Intel für neue Perspektiven in der Entwicklung von Technologien, die sich an den Bedürfnissen der realen Welt ausrichten.

Eine neuere Form der Industrie-Forschung, die als Ethnographie oder als Lehre von den Menschen bezeichnet wird, hilft den Forschern von Intel, den Unterschied herauszufinden zwischen dem, was Menschen vorgeben zu tun, und dem, was sie tatsächlich in ihrem täglichen Leben machen.


Was ist Ethnographie?Ethnographie ist ein Teilbereich der Anthropologie, die eine Reihe von Techniken, kritischen Methodologien und Denkweisen verwendet, um so die menschlichen Kulturen zu verstehen. Die Anthropologie ist eine Art qualitativer Studie der Kulturen – also dem, was Menschen machen, was sie verbindet und was die gemeinsamen Werte sind. Die wichtigste Methode ist die Beobachtung der Teilnehmer. Die Ethnographie verwendet außerdem Befragungen, mündliche Überlieferungen und nimmt Teil an den sozialen Aktivitäten der Menschen, um eine Vorstellung von dem zu bekommen, was „wirklich“ passiert. Diese Art der Forschung kann dazu beitragen, die traditionelleren Daten der Marktforschung besser zu verstehen. Dieses Konzept heißt “Deep Hanging Out”: man begleitet die Menschen und nimmt an ihren täglichen Aktivitäten teil.


Natürliche UmgebungenDie Forscher von Intel werden für kurze Zeit Teil der natürlichen Umgebung von Menschen – ob Zuhause, im Beruf, in der Schule oder im Urlaub. Dazu gehört beispielsweise der Aufenthalt in:

  • Kliniken
  • Altenwohnheimen
  • Schulen für gehörlose Kinder
  • Haushalten in der Stadt und in Vororten
  • Einkaufszentren


Wie die Ethnographie eingesetzt wirdBei Intel fließen die Ergebnisse ethnographischer Untersuchungen direkt ein in Entscheidungen für neue Technologien oder Produkte. Besonders für technische Produkte oder bei der Entwicklung des Internet sieht Intel einen enormen Bedarf an Benutzerfreundlichkeit, die bei der klassischen Produktentwicklung oft zugunsten technischer Merkmale übersehen wird.

Das Ziel der ethnographischen Forschung bei Intel ist die Integration der menschlichen Komponente in die Diskussion über Technologie; ethnographische Studien spielen dabei eine entscheidende Rolle. „Es reicht nicht aus, Technologie zu entwickeln, ohne eine Vorstellung davon zu haben, ob sie hilfreich für die Verbraucher ist. Wir benötigen so viele Werkzeuge und Wege wie möglich, um herauszufinden, wer diese Menschen sind, und die Ethnographie ist dafür ein leistungsfähiges Instrument“, sagte Bell. “Wir sind bei Intel einen langen Weg gegangen. Doch die meisten Mitarbeiter verstehen nun, dass die Art unserer Arbeit auf abstrakter Ebene sehr wertvoll sein kann.“

Forschungs-Werkzeuge und -TechnikenDie Forscher von Intel verwenden eine Vielzahl qualitativer Methoden, um Daten zu sammeln und um Einblicke zu bekommen, wie Menschen ihre täglichen (Routine-) Arbeiten erledigen. Zu den Methoden gehören beispielsweise:

  • Videoaufnahmen von Menschen, deren verhalten, Aufgaben oder Umgebung studiert werden soll
  • Fotografien von Menschen, ihrer Umgebung und den Dingen – zum Beispiel „kulturellen Artefakten“ – die sie bei ihren Aktivitäten verwenden
  • Intensive Interviews
  • Die Begleitung von Menschen während ihrer Aktivitäten und der Teilnahme daran (auch als „Deep Hanging Out“ bekannt)
  • Focus Troupes: Sie spielen Szenarien durch


Bei der „Focus Troupe“ Methode „werden Schauspieler gebeten, Szenarien hypothetischer Konzepte zu spielen, um Menschen Vorstellungen zu geben, die sie zuvor niemals erfahren haben”, erklärte Christine Riley, Manager der Intel Labs People and Practices Research Group. „Das Theater bringt Menschen leicht dazu, ihren Unglauben aufzugeben, und man benötigt nur wenige Requisiten, um die Phantasie der Menschen anzuregen. Wir wollen ohne Grenzen arbeiten und dadurch neue Ideen bekommen.“


Ergebnisse

Beispiel: verbesserte GesundheitsversorgungIntel Forscher haben eine Studie von Anbietern aus dem Gesundheitsbereich geleitet und rund 100 praktizierende Ärzte aus einem Dutzend Kliniken im Nordwesten der USA und in Boston befragt, beobachtet, fotografiert und in ihren Kliniken und Zuhause auf Videoband aufgenommen. Zahlreiche Ärzte berichteten, dass sie nicht genügend Zeit hätten, mit ihren Patienten zu reden und Informationen und/oder Ressourcen zu bekommen, die sie für eine qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung benötigen würden.

Die Forscher stellten sich die Frage: Wie kann Technologie in diesem Falle helfen, damit die Ärzte mehr Zeit mit den Patienten verbringen können? Im Mai 2001 hat Intel gemeinsam mit der Firma Allscripts Healthcare Solutions eine Lösung entwickelt, die Ärzten ermöglicht, schnurlos per PDA (Personal Digital Assistant) mit ihrem Büro in Verbindung zu stehen und Daten abzurufen; dies gibt den Ärzten deutlich mehr Zeit für Vor-Ort-Besuche und persönliche Beratung und die Zeit und Notwendigkeit, im Büro zu sein, reduziert sich erheblich (http://developer.intel.com/design/index.htm).

Beispiel: Menschen untereinander verbindenIm Fall der Intel Easy Web Media hat Intel mit Bewohnern eines Altenwohnheimes und anderen Seniorengruppen zusammen gearbeitet. Offensichtlich wurde dabei der Wunsch der Befragten, die Familiengeschichte und die Geschichte der Familienschätze zu erzählen und aufzunehmen. Das Ergebnis ist ein sehr einfaches und leicht bedienbares Multimedia-Authoring Tool, das speziell für Menschen ohne vorherige Computerkenntnisse entwickelt wurde. Damit können diese einfach und schnell ihre Historie, ihre Geschichten und Erinnerungen als Texte, Bilder oder Videos im Internet sammeln und so ihren Angehörigen zugänglich machen, unabhängig von deren Aufenthaltsort (http://developer.intel.com/design/index2.htm).

Mehr Informationen über die Forschungsarbeit von Intel im Bereich Ethnographie finden Sie unter http://developer.intel.com/design/index.htm.

Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation.

* Alle erwähnten Marken- und Produktbezeichnungen sind Eigentum der entsprechenden Hersteller
 

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