Intel Braunschweig ist aus der Akquisition der Giga Gruppe im Jahr 2000 hervorgegangen und bereits heute ein zentraler Standort innerhalb der Intel Communications Group (ICG). Bausteine für die optische Nachrichtentechnik werden hier spezifiziert, entwickelt und validiert. Zur Zeit arbeitet das Team an einem Chip für optische Transportnetzwerke mit 80 Millionen Transistoren, der auf Intels 90 nm CMOS Technologie basiert.
Intel Braunschweig wächst kontinuierlich und ist bereits heute mit hundert Mitarbeitern Intels größtes Chipentwicklungszentrum in Europa. Der Standort Braunschweig profitiert von den jüngsten Konsolidierungsaktivitäten innerhalb Intels: Das weltweite Zentrum für Validierung dieser Komponenten der optischen Nachrichtentechnik ist Braunschweig. Neueste Technik zum Testen und Sichern der hohen Qualitätsstandards von Kommunikations-Chips finden hier Einsatz. Hierfür werden in 2003/2004 insgesamt 40 hochqualifizierte Arbeitsplätze für Entwicklungsingenieure vor Ort geschaffen.
Um die Zusammenarbeit bei Forschungsprojekten zu intensivieren, wurde innerhalb des Intel Hochschulprogramms dieses Jahr die TU Braunschweig zur vierten Fokus-Universität in Deutschland ernannt sowie eine erste Forschungskooperation gestartet.
Die Intel GmbH, Standort Braunschweig
In nur drei Jahren ist die Intel GmbH in Braunschweig zum größten Chipentwicklungszentrum Intels in Europa gewachsen. Der Standort ist konzernweit zuständig für die Definition, Entwicklung, Validierung und das Produkt Management integrierter Schaltungen für die optische Nachrichtentechnik.
Seit Beginn 2000 wurden in Braunschweig bereits sechs Chips entwickelt, die heute weltweit im Einsatz sind. Hierzu gehört auch der erste Fehlerkorrektur-Baustein für Glasfasernetze, der eine Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde hat. Dieser Chip erkennt und korrigiert Fehler während der Datenübertragung von optischen Signalen und ermöglicht damit eine kostengünstige Verlängerung der verstärkerfreien Übertragungsstrecke bzw. die Nutzung „schlechter“ Glasfaserverbindungen für hohe Übertragungsgeschwindigkeiten. Das jüngste Produkt dieser Chip-Familie, der Intel® IXF30009 Transport Prozessor, ist voll kompatibel zum neuen Standard für Optische Transport Netze (OTN). Er ermöglicht es, vier unabhängige 2.5Gbit/s Datenströme zu einem 10Gbit/s Datenstrom zusammenzufassen, ohne die einzelnen Signale zu verändern. Zudem wartet der Intel® IXF30009 mit der derzeit stärksten Fehlerkorrektur für 10Gbit/s Signale auf, was ihn sowohl für heutige Metro Netzwerke als auch für Long Haul, Ultra Long Haul und Submarine Anwendungen interessant macht. Aufgrund dieser Alleinstellungsmerkmale ist der Intel® IXF30009 derzeit führend im Markt und verzeichnet eine sehr hohe Nachfrage durch die großen Telekommunikationsausrüster. Jeder Breitband DSL-Nutzer in Deutschland profitiert von dieser Entwicklung. Die Komponenten aus Braunschweig tragen dazu bei, große Datenströme auf der Datenautobahn kostengünstig in den privaten Haushalt oder das Unternehmen zu bringen.
Kunden für diese Chips sind Netzwerkausrüster, die Carrier wie die Deutsche Telekom, Arcor und AT&T, aber auch auf Business-Lösungen spezialisierte Carrier, wie z.B. Equant, beliefern.
DSL und das jüngst von T-Online angekündigte Video-On-Demand sind nur einige Beispiele von neuen Technologien, die die optischen Netze der Carrier, wie z. B. Deutsche Telekom, nutzen. Das Gros des heutigen Bedarfs hingegen wird noch immer durch Datenverkehr auf Standleitungen generiert. Das klassische Telefonnetz spielt nur noch eine geringe Rolle hinsichtlich des Kapazitätsbedarfs. Das stärkste Wachstumspotential liegt im Breitband-Internet (DSL).
Im Braunschweiger Chipentwicklungszentrum des Intel Konzerns arbeiten 100 Mitarbeiter im Forschungs- und Entwicklungsbereich sowie im Marketing.
Für Nikolaus Lange, Leiter des Bereiches Optical Management Products, arbeiten insgesamt 230 Mitarbeiter an fünf Standorten, die über USA, Kanada und Deutschland verteilt sind und Kommunikations-Chips für optische Netzwerke entwickeln (die so genannten „Optical Management Products“).
Durch globale Zentralisierungsmaßnahmen entstand das Validierungslabor für optische Netzwerksysteme am Standort Braunschweig. Intel investierte einen mehrstelligen Millionenbetrag in den Ausbau des Labors. Durch diese Expansion werden im Zeitraum 2003 - 2004 weitere 40 hochqualifizierte Arbeitsplätze für Entwicklungsingenieure vor Ort geschaffen.
Optische Telekommunikation hat europäische Wurzeln mit historischen Stärken in der Forschung und Entwicklung in Deutschland, England, Frankreich, Italien und den Niederlanden. Für den Standort Braunschweig spricht neben der Nähe zur Technischen Universität weiterhin die Tatsache, dass durch die Giga Aktivität ein starker Kern von qualifizierten Mitarbeitern vorhanden war, der mit externen, gut ausgebildeten Ingenieuren nachhaltig erweitert werden konnte.
Stellenwert des Braunschweiger Validierungslabors für Intel
Der hohe Stellenwert des Geschäftsbereiches Optical Management Products (OMP) innerhalb des Konzerns lässt sich am Investitionsvolumen ablesen.
Einige 10 Millionen USD sind jährlich in die Entwicklung von Bausteinen für optische Netzwerke geflossen, wobei Qualität von hoher strategischer Bedeutung ist. Die Konformität mit internationalen Standards und Normen sowie den Intel Spezifikationen ist ein integraler Bestandteil des Entwicklungsprozesses. Deshalb wurden eigens für die Errichtung eines weltweit agierenden Validierungslabors in Braunschweig mehrere Millionen USD in Gebäude und Messtechnik investiert.
Im Rahmen eines weltweiten Konsolidierungsprozesses wurden Arbeitsplätze aus USA und Mexiko nach Deutschland verlagert, was den Stellenwert des Braunschweiger Standorts im internationalen Vergleich unterstreicht. Durch diese Maßnahme konzentriert Intel die Kernkompetenzen zur Validierung der OMP Produkte und stärkt die Expertise des Braunschweiger Standorts nachhaltig. Braunschweig ist der weltweit einzige Standort, an dem OMP Produkte validiert werden.
Intel® Innovation in Education
Intel verstärkt sein Bildungsengagement in Deutschland. Seit einem Jahr intensiviert der Standort Braunschweig die Kooperation mit der TU Braunschweig, die in diesem Jahr zur Intel „Fokus-Universität“ ernannt worden ist. Die TU Braunschweig ist damit neben der TU Berlin, der Universität Hannover und der TU München die vierte deutsche Universität, mit der Intel eine strategische Zusammenarbeit vereinbart.
Schwerpunkt der Kooperation zwischen TU und Intel ist die Vorentwicklung der Technologien im Bereich der optischen Nachrichtentechnik. Die Ergebnisse fließen weltweit in die verschiedensten Produktsparten ein. Ein erstes Forschungsprojekt in Kooperation zwischen Intel Braunschweig und der TU Braunschweig wurde jüngst gestartet.
Tätigkeiten im Validierungslabor am Intel Standort Braunschweig
Im Braunschweiger Labor werden Bausteine (die so genannten "Optical Management Products") aus dem Bereich der optischen Nachrichtentechnik validiert. Diese Bausteine werden weltweit an den Intel Standorten Braunschweig, Fremont (CA), Vancouver (BC), Raleigh (NC) und Sacramento (CA) entwickelt.
Die Bausteine sind auch für die Geräte der nächsten und übernächsten Generation von Kommunikationssystemen bestimmt. Sie unterstützen teilweise Funktionalitäten, für die heute noch keine Messgeräte auf dem Markt verfügbar sind. Aus diesem Grund arbeitet die Intel GmbH in Braunschweig während des Validierungsprozesses eng mit Messgeräteherstellern zusammen, um gleichzeitig die Funktionalitäten der nächsten Messgerätegeneration mit zu definieren.
Die Validierung ist ein Element der Entwicklung von integrierten Schaltkreisen, bei dem die Konformität der Siliziumbausteine mit der Spezifikation sowie den relevanten Normen und Standards überprüft wird. Sie dient vorrangig der Optimierung des Entwicklungsprozesses und ist somit ein Instrument zur Sicherung der hohen Qualitätsstandards von Intel Produkten.
Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation.