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eSport als offizielle Sportart? Das ist hier für viele unvorstellbar, im Fernen Osten oder Russland aber der Normalfall. Bulgarien hat dieses Jahr als erstes EU-Land eSport diesen Status zugesprochen und spiegelt damit einen weltweiten Trend wider, der in Asien begann und jetzt bei uns deutlich zu erkennen ist. Deutschland hat eine hoch-professionelle eSport-Szene, die immer mehr ins Rampenlicht rückt und bereits erste Stars hervorgebracht hat.
Beginn einer professionellen Bewegung in Deutschland
Alles begann mit einer handvoll begeisterter Computerspieler, die im Jahr 2000 die Firma Turtle Entertainment ins Leben riefen. Heute ist „the eSports Company“ der führende Veranstalter und Dienstleister im Bereich „Multiplayer Gaming“ und im elektronischen Sport. Kurz darauf entstand daraus die erste professionelle Basis für den eSport in Deutschland: die ESL (Electronic Sports League).
Die Pixelliga
Die ESL ist mit inzwischen 430.000 aktiven Mitgliedern und einem professionellen Spiele- und Ligasystem die größte und bedeutendste Plattform für die Freunde des elektronischen Sports in Deutschland. In über 440 Ligen und Spielen aus allen bekannten Spiele-Genres ist die ESL zur festen Größe in der Computerspielszene geworden. 2002 war Griechenland die erste ausländische Division. Inzwischen ist die Plattform in Europa flächendeckend vertreten. Intel hat das Potenzial der Liga erkannt und ist seit 2001 Kooperationspartner der ESL. Durch diese Zusammenarbeit und weitere Sponsoren wie ATI und NGZ wird der eSport einem breiten Publikum zugänglich gemacht.
Intel Friday Night Games
Was die ESL für die breite Gaming-Szene ist, ist die EPS (ESL Pro Series) für die eSport-Profis. Sie ist der Beweis dafür, dass sich Gaming zur professionellen Trendsportart entwickelt. Im Rahmen der ESL Pro Series präsentiert Intel die Deutsche Meisterschaft. Bundesweit werden in verschiedenen Kategorien bei elf Intel Friday Night Games live vor Publikum die Deutschen Meister im elektronischen Sport ermittelt. Dabei wurden in den letzten drei Jahren knapp 600.000 EUR Preisgeld ausbezahlt. Die Turnierspiele sind WarCraft III: The Frozen Throne, Live for Speed, Fifa 2004 und Counter-Strike. Diese Spitzenspiele werden professionell moderiert, analysiert und live im Internet übertragen. Im Durchschnitt besuchen die Spiele 300 eSport-Fans. Bei den letzten drei ESL Pro Series Finals wurden insgesamt 120.000 Zuschauer gezählt. Die Anzahl der Online-Besucher ist weit höher. Am Freitag der diesjährigen Games-Convention haben sich wieder einige der besten eSportler bei den Intel Friday Night Games gemessen.
Die neuen Rockstars
Wie in jeder neuen Bewegung gibt es auch im Gaming-Bereich die Pro´s, Stars und Vorbilder. Auch hier bildet Asien die Vorreiterrolle. Profis wie Zacard, der Weltmeister in WarCraft III, werden dort wie Rockstars verehrt, regelmäßig auf der Straße erkannt und von den Fans umzingelt. Das ist in unseren Breitengraden noch nicht so. Spieler wie die Fifa Zwillinge (Weltmeister in Fifa 2003) oder Miou (Deutscher Meister in WarCraft III) genießen aber bereits Kultstatus in der größer werdenden Gaming-Szene. Sponsoren-Verträge mit Förderern wie Intel oder ATI sind keine Seltenheit.
Über allem steht der esb
Was der DFB für den Fußball ist der eSport Bund (esb) für die Gaming-Szene in Deutschland. Der Verband wurde im Dezember 2004 gegründet und ist eine neutrale Plattform, die die gesamte Bandbreite der deutschen eSport-Szene abbildet. Der esb repräsentiert in erster Linie die einzelnen Spieler und in zweiter Linie Organisationen wie Ligen, Clans und Unternehmen aus dem eSport-Bereich. Der Verband wird bereits seit der Aufbauphase von Intel, ATI und Shuttle unterstützt und hat das Ziel den elektronischen Sport in Deutschland weiter zu fördern.
Über Intel
Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation.
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