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Die Geschichte tragbarer Computer - Technologie als Wegbereiter des modernen Nomadentums

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Hintergrundinformation April 2005

Die Geschichte tragbarer Computer

Technologie als Wegbereiter des modernen Nomadentums

Versucht man die historische Entwicklung tragbarer Computer nachzuvollziehen, stößt man unweigerlich auf einen Namen: Alan Kay. 1968, als einzelne Computer nicht Räume, sondern ganze Gebäude beanspruchten, entwickelte er das Konzept eines tragbaren Computers. Dynabook nannte er seine Idee. Enorme Rechenleistung, fantastische Grafikfähigkeiten und drahtlose Netzwerkverbindungen wollte er in diesem, damals futuristischen, Gerät vereinen – drei Jahre, bevor Intel den ersten Mikroprozessor auf den Markt brachte. Heute, mehr als dreißig Jahre später ist Kays Vision Wirklichkeit. Laptops überflügeln in ihrer Leistung die seinerzeit vorstellbaren Grenzen, verbinden sich überall in der Welt drahtlos mit dem Internet, und können wahlweise per Tastatur, Maus, Touchpad oder Stift gesteuert werden. Sie taugen als Medienzentrale, die Filme und Musik mit Leichtigkeit aufnimmt und abspielt. Bis es soweit war, hatte die Entwicklung jedoch einen langen Weg zurückzulegen.

Die Pioniere
Als erster tragbarer Computer wird allgemein der IBM 5100 von 1975 angesehen. „Tragbar“ ist ein dehnbarer Begriff – denn das mit einem Röhren-Bildschirm ausgestattetet IBM 5100 hatte ein Gewicht von 25 Kilo. Man sollte also lieber von „transportabel“ sprechen. Der erste wirklich tragbare und kommerziell erfolgreiche Computer folgte erst sechs Jahre später in Form des „Osborne 1.“ Auch dieses Ungetüm von der Größe einer Nähmaschine war mit einer Bildröhre ausgestattet. Im Vergleich zu den beiden 5 ¼ Zoll Disketten-Laufwerken wirkte dieses 5 Zoll-Bildschirmchen allerdings eher wie ein Guckloch. Immerhin jedoch war es gelungen, das Gewicht auf 24,5 Pfund zu halbieren.

1983 kamen die ersten portablen PCs auf Basis des Intel 8088-Prozessor auf den Markt. Der 3600 US-Dollar teure „Portable“ von Compaq verfügte bereits über einen 9 Zoll Text-Bildschirm und eine Farbgrafikkarte für externe Monitore. Mit 4,77 MHz Taktfrequenz und bis zu 640 Kilobyte Arbeitsspeicher war er voll auf der Höhe der Zeit. 14 Kilo in einem Gehäuse von der Größe eines heutigen Tower-PC waren für den Durchschnittsanwender aber immer noch weit zuviel zu schleppen.

Dass Gewicht zu dieser Zeit kein schlagendes Argument war, demonstrierte IBM selbst rund ein Jahr später. Die Basis des 30 Pfund schweren „IBM Portable Personal Computer 5155 Model 68“ war die Hauptplatine des Desktop-Rechners IBM PC-XT.

Das erste portable Gerät im heute bekannten Muschelschalen-Design, bei dem der Bildschirm zum Transport über die Tastatur geklappt wird, war das GRiD Compass*. Diese neuartige Konstruktion war maßgeblich dem Design-Experten Bill Moggridge zu verdanken. Moggridge war es auch, der erkannte, dass derartige PCs zukünftig per Kurier an die Kunden ausgeliefert würden. Um herauszufinden, welchen Belastungen das Gerät bei diesem Transport ausgesetzt wird, verschickte er ein Beschleunigungs-Messgerät mit der damaligen Startup-Firma Federal Express. Als Ergebnis seines Versuches baute er das Gehäuse des Compass aus einer Magnesium-Legierung, die Belastungen bis hin zur 60-fachen Erdbeschleunigung widerstehen konnte. Diese Stabilität gefiel der NASA so gut, dass das GRiD-Notebook auf Basis eines Intel i80C86 Prozessors lange Zeit zur Standard-Ausrüstung der Space Shuttle-Raumflüge gehörte. Bei diesen Missionen störte weder der beachtliche Preis von 8000 bis 9000 US-Dollar, noch die Tatsache, dass das Gerät stets von außen mit Strom versorgt werden musste – einen Akku gab es nicht.


Der Durchbruch: Intels 80C88
Wirklich tragbar wurden Computer jedoch erst mit dem Intel 80C88-Prozessor. Rechner mit dieser CPU brachten bei deutlich geringeren Abmessungen dieselbe Leistung wie ein PC-XT. Zudem wurden etwa zeitgleich die ersten PC-tauglichen LCD-Bildschirme verfügbar. Das Resultat war eine neue Generation von Mobil-PCs: 1985 brachte Toshiba mit dem T1100* den ersten LCD-Laptop auf Basis des Intel 80C88 auf den Markt. Dessen Gewicht betrug nur noch 4,1 Kilogramm, also nicht einmal ein Drittel des IBM-Modells vom Vorjahr.

Nun ging die Entwicklung mit Riesenschritten voran. Schon ein Jahr später, 1986, brachte Toshiba das Modell T3100 heraus, den ersten portablen PC mit Intel 80286-Prozessor. Dessen Leistungsdaten waren für damalige Verhältnisse enorm: Ein monochromes Gasplasma-Display mit VGA-Auflösung, eine 10 MB-Festplatte und 1 MB RAM brachten den Mobil-Rechner auf das Leistungsniveau normaler Schreibtisch-PCs. Der Intel-Prozessor wurde mit 4,77 MHz betrieben. Zum ersten Mal war ein vollwertiger mobiler Ersatz für den Bürorechner verfügbar.

1988 folgte Toshiba mit dem T5100*und baute den ersten Laptop mit Intel 80386-CPU. Seine üppige Ausstattung mit 40 GB-Festplatte und 2 MB RAM forderte allerdings auch einen Tribut: Mit 6,8 Kilogramm Gesamtgewicht erinnerte es stark an die ersten tragbaren PCs.

Die ersten Notebooks
Erst ein Jahr nach dem T5100*, 1989, tauchten die ersten PCs auf, welche die Bezeichnung „Notebook“ wirklich verdienten. Ihre Display-Deckel reichten nunmehr über die gesamte Tiefe des Gehäuses. Das Gewicht erreichte „tragbare“ Dimensionen. So auch beim Compaq LTE*. Um dieses Ziel zu erreichen, griff man wieder auf den Intel 80C86-Prozessor zurück, der sich leichter kühlen ließ und somit weniger Platz und Gewicht beanspruchte als seine schnelleren Nachfolger. Dafür erlaubte die neue Bauweise den Einbau größerer Displays. Im Compaq etwa kam ein 9 Zoll VGA-Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung zum Einsatz. Das Gewicht des Compaq LTE lag trotzdem nur bei seinerzeit geradezu sensationellen 3 Kilogramm.

Die nächste Stufe der Evolution waren Notebooks auf Basis des Intel 80486-Prozessors. Sie kombinierten bis dahin unerreichte Leistung mit vergleichsweise geringem Gewicht. Wiederum waren es die Ingenieure von Toshiba, denen dieses Kunststück zuerst gelang. Im T4400SX arbeitete ein 25 MHz schneller Intel 80486. Zudem verfügte es über einen Aktivmatrix-TFT-Farbbildschirm . Zwar war dessen Bilddiagonale mit 8,4 Zoll noch arg begrenzt, doch gab die Einführung von Farbdisplays dem Thema Notebook neuen Schub.

Spezielle Notebook-Technologien
Etwa zur selben Zeit begannen einige Firmen, Technologien speziell für den mobilen Einsatz zu entwickeln, So auch IBM, die das erste Modell der bis heute erfolgreichen Thinkpad-Serie mit einem neuartigen Mausersatz namens „Trackpoint“ ausstatteten. Damit war es endlich möglich, ein Notebook auch in den beengten Platzverhältnissen eines Flugzeugsitzes zu benutzen. Als Antrieb für diesen innovativen Rechner entschied man sich bei IBM für eine Intel i386SX CPU.

Zwei Jahre später, 1994, brachte Intel mit dem Low Power Intel® Pentium® Prozessor den ersten für Notebooks optimierten Prozessor auf den Markt. Er war daraufhin entwickelt worden, bei möglichst geringem Energieverbrauch und mit möglichst wenig Abwärme ein Optimum an Leistung zu bringen. Dazu arbeitete er mit 3,3 Volt statt der bis dahin üblichen 5 Volt Versorgungsspannung. Das so genannte „SL-enhanced Power Management“ sorgte darüber hinaus für optimale Energie-Ausnutzung. Das erste mit dieser CPU ausgestattete Notebook war Toshibas T4900CT*, in dem ein Low Power-Pentium® mit 75 MHz arbeitete.

1997 kam dann der Intel® Pentium® Prozessor mit MMX Technologie auf den Markt. In ihm schafften es Intels Forscher, die MMX-Multimedia-Technologie mit einem äußerst geringen Stromverbrauch zu verbinden. Diese Kombination ermöglichte den Bau einer vollkommen neuen Kategorie tragbarer Rechner, den so genannten Sub-Notebooks. Für Sony war dies die Gelegenheit zum Einstieg in den europäischen Notebook-Markt. Mit ihrem Erstling, dem VAIO PCG-500G* schickten die Japaner ein Notebook ins Rennen, das, angetrieben von einem Pentium MMX mit 200 MHz, nur 1,5 Kilogramm wog und rund drei Stunden Akku-Laufzeit ermöglichte.

Der SpeedStep-Trick
Das neue Millennium begrüßte Intel mit der Einführung des Mobile Intel® Pentium® III Prozessor. Er lieferte mit Taktfrequenzen ab 600 MHz nicht nur erheblich mehr Leistung als seine Vorgänger, sondern arbeitete dabei auch noch erheblich sparsamer. Das Geheimnis hinter diesem Spagat war die Integration der von Intel entwickelten Intel® SpeedStepTM Technologie, die bis heute in weiter entwickelter Form in vielen Mobilprozessoren von Intel zu finden ist. Die Intel SpeedStep Technologie regelte die Geschwindigkeit des Prozessors herauf oder herab, je nachdem, ob das Notebook mit Strom aus der Steckdose oder aus einem Akku versorgt wurde. Heutige SpeedStep-Varianten gehen sogar noch sehr viel weiter und passen Prozessortakt und  -Spannung dynamisch an die jeweils ausgeführten Arbeiten an, um noch mehr Strom zu sparen. Zudem wurde mit „Deeper Sleep“ eine Technologie eingeführt, die den Prozessor selbst während minimaler Arbeitspausen in einen Strom sparenden Ruhezustand versetzen kann. Zu den ersten Notebooks, die sich diese Fähigkeiten zunutze machten, gehörte das Sony VAIO PCG-F480*. Neben dem 600 MHz-Prozessor verfügte es über 64 MB RAM, eine 12 GB-Festplatte, ein DVD-Laufwerk und ein für damalige Verhältnisse großes 15 Zoll-Display.

Drahtlos, leicht und schön: die Intel® Centrino® Mobiltechnologie
2003 leitete Intel mit Einführung der Intel® Centrino® Mobiltechnologie einen bis dahin unvorstellbaren Wandel ein. Die von Grund auf neu entwickelte Technologie für Notebooks ermöglichte eine gänzlich neue Generation von Notebooks. Die Grundlage dieser Technologie ist der speziell für den mobilen Einsatz konzipierte Pentium M-Prozessor. Durch zahlreiche neue Technologien und Optimierungen arbeitet er effektiver und sparsamer als alle bisherigen Intel Mobilprozessoren. So erreicht er trotz vergleichsweise geringer Taktfrequenzen das Niveau aktueller Desktop-Prozessoren. Dabei verbraucht er allerdings so wenig Energie und produziert so wenig Abwärme, dass Notebooks auf Basis der Intel® Centrino® Mobiltechnologie schlanker und leichter als andere Modelle gebaut werden können. Die Akku-Laufzeit vieler dieser Leichtgewichte erreicht oft fünf Stunden und mehr. Die drahtlosen Netzwerk-Funktionen, die bei der Intel® Centrino® Mobiltechnologie zum Standard gehören, haben die Art, wie wir mit Notebooks leben und arbeiten, binnen weniger Jahre dramatisch verändert. Sonys VAIO PCG-X505* ist mit seiner Höhe von 9,5 bis 21 Millimetern und einem Gewicht von 835 Gramm ein perfektes Beispiel dafür, was durch den Einsatz eines Intel®Pentium® M Prozessors Ultra Low Voltage-Ausführung möglich ist.

Anfang 2005 hat Intel bereits die zweite Version der Intel® Centrino® Mobiltechnologie eingeführt. Neben noch schnelleren Intel® Pentium® M Prozessoren verfügt diese neue Variante vor allem über erweiterte Multimedia-Fähigkeiten. So gehören 7-Kanal Surround-Sound in Dolby-Qualität und spieltaugliche Grafikkarten jetzt zum Standard. Ein perfektes Beispiel dafür, was man mit dieser Technologie erreichen kann, demonstriert Toshiba mit dem Qosmio G20*. Das edle Multimedia-Gerät dient nicht nur als tragbarer PC, sondern auch noch als mobile Multimedia-Zentrale. So kann es Audio-Dateien wiedergeben, Internet-Radio spielen oder als tragbarer Fernseher mit digitalem HD-Videorekorder dienen. Dank eines brillanten und hoch auflösenden 17 Zoll Displays taugt es problemlos auch, um ganze Kino-Abende oder Sport-Übertragungen darzustellen.

Doch die Entwicklung der Laptops ist selbst mit solchen multifunktionellen Modellen noch lange nicht abgeschlossen. Weltweit arbeiten Forscher bereits an den nächsten Generationen tragbarer PCs. Wohin die Reise gehen könnte, zeigen vielfältige Design-Studien, wie sie etwa Design-Studenten der Münchener Fachhochschule für Intel anfertigten. Bei deren Betrachtung wird klar, dass die Möglichkeiten bisher bei weitem noch nicht ausgeschöpft worden sind. Allein aus der zu erwartenden Einführung neuer Technologien wie etwa Folien-Displays und faltbaren Tastaturen ergeben sich zahllose neue Gestaltungs- und Nutzungs-Möglichkeiten. Nur so viel ist klar: die Geschichte der tragbaren Computer hat gerade erst begonnen.

Weitere Informationen und Bilder finden Sie hier:
http://www.pattosoft.com.au/jason/Articles/HistoryOfComputers/1980s.html
http://www.old-computers.com/museum
http://inventors.about.com/library/inventors/bllaptop.htm

Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation. 

* Intel, Intel Inside, Pentium, Intel® Centrino®, das Intel Logo und das Intel® Centrino® Logo sind Marken der Intel Corporation oder ihrer Tochtergesellschaften in den USA oder anderen Ländern. Andere Marken oder Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Inhaber.

Drahtlose Netzwerkverbindungen erfordern unter Umständen zusätzliche Software, Dienste oder externe Hardware, die gesondert erworben werden müssen. Die Verfügbarkeit von öffentlichen WLAN-Zugangspunkten (Hotspots) ist begrenzt. Systemleistung ermittelt durch MobileMark* 2002. Systemleistung, Akkulaufzeit, Wireless-Performance und Funktionalität variieren je nach verwendeter Hard- und Software. Mehr Informationen unter http://www.intel.com/cd/products/services/emea/deu/centrino/index.htm

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