Notebooks sind heiß begehrt. Laut einer aktuellen Studie der Marktforscher von IDC werden Notebooks bis 2005 einen PC-Marktanteil von 25 Prozent erreichen. Und das aus gutem Grund. Privatanwender schätzen die modernen Designs und den geringen Platzverbrauch: ein Notebook kann auch mal in der Schublade verschwinden. Mit Notebooks können Geschäftsanwender überall arbeiten – beispielsweise am Flughafen oder im Zug. Dank drahtloser Netzwerke (WLAN) kann man mit entsprechend ausgestatteten Notebooks sogar Zugriff auf das Internet und damit – entsprechendes Firmennetz vorausgesetzt – Zugriff auf den Datenbestand der Zentrale haben. Doch ebenso wie es viele verschiedene Anwender gibt, existiert eine kaum überschaubare Menge unterschiedlicher Notebook-Angebote. Um daraus das passende Modell zu wählen bedarf es einiger Grundlagen.
Der Prozessor: Das Her(t)z und die Seele
Desktop-Prozessoren führen die Leistungsskala im PC-Bereich klar an. Die oftmals mit klobigen Kühlkörpern ausgestatteten Boliden erreichen Taktfrequenzen von derzeit 3,40 GHz. Die CPUs der Notebooks liegen mit ihren Geschwindigkeiten meist etwas darunter. PC-Hersteller könnten nun auf die Idee kommen, die schnelleren Desktop-Versionen in die mobilen Computer einzubauen, um so die Kunden vom Kauf eines Notebooks alleine auf Grund der höheren Geschwindigkeit zu überzeugen. Doch diese Rechnung geht nicht auf. Ein mobiler Prozessor ist nämlich viel mehr als eine kleine Kopie seines Desktop-Pendants. Anders als im Desktopgehäuse ist der Platz im tragbaren PC sehr begrenzt. Bei Überhitzung würde der Desktop-Prozessor stark in seiner Leistung eingeschränkt oder möglicherweise sogar ganz ausfallen. Die Herausforderung liegt also nicht nur in der Verkleinerung der Komponenten, sondern vielmehr in der gelungenen Abstimmung von Leistung, Energiebedarf, kleinem Formfaktor und Wärmeentwicklung.
Maximale Leistung wie bei einem Desktop-Computer bietet der Intel® Pentium® 4 Notebookprozessor. Er ist mit Taktfrequenzen von bis zu 3.20 GHz erhältlich, unterstützt bis zu 2 GB schnellen DDR-Speicher und arbeitet mit einem Bustakt von 533 MHz. Durch sein dynamisches Power-Management und verschiedene Stromspar-Technologien verbraucht er dabei aber deutlich weniger Strom als sein Desktop-Pendant.
Noch etwas genügsamer gibt sich der Intel® Pentium® 4 Notebookprozessor-M, der mit bis zu 2,6 GHz verfügbar ist. Er liefert für aufwändige Multimedia-Anwendungen, Kalkulationen oder aktuelle Spiele ausreichende Leistung. Trotzdem geht er sparsam mit Energie um. Selbst die kurze Pause zwischen zwei Tastaturanschlägen nutzt das integrierte Energie-Management, um durch reduzierte Prozessorspannung Strom zu sparen. Ein idealer Partner für alle, die ebenso oft im Büro, wie unterwegs mit dem Notebook arbeiten müssen.
Seit seiner Einführung im März 2003 hat sich jedoch vor allem die Intel® CentrinoTM Mobiltechnologie als ein echter Renner profiliert. Notebooks basierend auf der Intel Centrino Mobiltechnologie werden mittlerweile von fast jedem Computerhersteller angeboten. Diese vereinen mehrere Vorteile: Zum einen haben sie die Wireless-LAN-Technik fest integriert an Bord, es ist also keine weitere Hardware-Installation nötig. Zum anderen sind alle Komponenten, insbesondere der Prozessor, so optimiert, dass sie besonders wenig Strom verbrauchen und sich immer der tatsächlich benötigten Rechenleistung anpassen – Akkulaufzeiten von fünf Stunden und mehr sind keine Seltenheit. Besonders praktisch für mobile Menschen: diese Notebooks sind sehr leicht und klein, da die neue Technik weniger Platz verbraucht. Letzteres ermöglicht außerordentlich elegante und ansprechende Designs, die den Tischnachbarn vor Neid erblassen lassen.
Das Display: Nicht nur die Größe zählt
Die gebräuchlichsten Bildschirmgrößen bei Notebooks sind 14 und 15 Zoll, was in etwa 15 bzw. 17 Zoll Röhren-Monitoren entspricht. Bei billigen Modellen ist die Auflösung jedoch unabhängig von der Bildschirmgröße oft auf bescheidene 1024 mal 768 Bildpunkte (XGA-Auflösung) beschränkt. Das schränkt den verfügbaren Arbeitsplatz unnötig ein. Höherwertige Modelle bieten bei 15 Zoll Bildschirmdiagonale 1400 mal 1050 Bildpunkt (SXGA+). Ein solches Bild wirkt nicht nur schärfer, sondern ermöglicht vor allem einen komfortableren Umgang mit mehreren gleichzeitig geöffneten Fenstern.
Die Königsklasse sind derzeit Displays mit 15,4 bis 17 Zoll Diagonale. Sie bieten Auflösungen von bis zu 1920 x 1200 Pixel. Damit stehen sie klobigen 21 Zoll Röhren-Monitoren in nichts nach. Zudem werden in dieser Klasse hochwertige Displays verwendet, die ein helles und kontrastreiches Bild erzeugen. Dazu wird zwar sehr viel Licht benötigt, was den Stromverbrauch in die Höhe treibt. Für dauerhaften mobilen Einsatz sind solche Notebooks aber ohnehin meist zu voluminös und zu schwer. Für gelegentliche Exkursionen fern der Steckdose reicht es jedoch.
Festplatten: Klein und stabil
Während stationäre Festplatten im Desktop-PC bis zu 250 Gigabyte (GB) Kapazität bieten, haben es die viel kleineren Notebook-Festplatten gerade mal auf 80 Gigabyte gebracht. Für die meisten mobilen Anwendungen genügen aber sogar 30 oder 40 GB. Nur wer ausschließlich ein Notebook benutzt und ganz auf einen Desktop-PC verzichtet, sollte ein Modell mit 60 oder gar 80 GB in Betracht ziehen. Wird die gesamte Kapazität unterwegs oder nur im Büro gebraucht? Trifft letzteres zu, empfiehlt sich eine externe Desktop-Festplatte mit USB 2.0- oder Firewire-Anschluss. Solche Geräte sind günstiger als Notebook-Festplatten und taugen sogar für Videoschnitt und professionelle Musikbearbeitung. Besondere Beachtung gilt der Drehzahl, mit der die Festplatte rotiert. Je höher diese Zahl, desto schneller können Daten von der Platte gelesen oder auf sie geschrieben werden. Allerdings steigt durch die Zusatzleistung auch der Strombedarf und die Hitzeentwicklung. Für Standard-Anwendungen wie Internet, Textverarbeitung und Tabellenkalkulation genügen Modelle mit 4200 Umdrehungen.
Netzwerk: Am besten drahtlos
Ein Netzwerkanschluss gehört zu aktuellen Notebooks wie noch vor wenigen Jahren das eingebaute Modem (das längst nicht mehr überall zu finden ist). Standard sind Anschlüsse für 10/100 Megabit-Netzwerke, nur Highend-Modelle verfügen über Gigabit-Adapter (1000 Mbit/s). Für echte Mobilität braucht man einen so genannten WLAN-Adapter. Damit kann man per Funktechnologie auf Funk-Netzwerke, so genannte WLANs (Wireless Local Area Network) zugreifen. Ein solcher Adapter ist in Notebooks basierend auf der Intel Centrino Mobiltechnologie bereits vorinstalliert. In anderen Notebooks muss er meist in Form einer WLAN-Karte nachgerüstet werden.
Wichtig ist es darauf zu achten, welche Netzwerk-Standards die jeweilige WLAN-Karte unterstützt. Notebooks mit der Intel Centrino Mobiltechnologie sind kompatibel zum IEEE 802.11b-Standard, der oft als „WiFi“ (Wireless Fidelity) bezeichnet wird. Und das ist auch gut so, denn nicht nur die vielen privaten und Firmen-Netzwerke, sondern auch die meisten drahtlosen Netzwerke im öffentlichen Raum folgen den Vorgaben dieses Standards. Seit Januar 2004 unterstützen Notebooks basierend auf der Intel Centrino Mobiltechnologie Netzwerkverbindungen mit dem schnellen 802.11g Standard. Um absolute Kompatibilität zu gewährleisten hat Intel ein Zertifizierungsprogramm für Funk-Netzwerke, die mit der Intel® CentrinoTM Mobiltechnologie konform sind, ins Leben gerufen. So kann der Anwender schon vor dem betreten eines Restaurants, Cafés oder Hotels anhand eines Aufklebers an der Tür erkennen, dass er sich hier mit seinem Notebook mit der Intel Centrino Mobiltechnologie ins Internet einbuchen kann.
Anschlüsse: Kontakt halten
Parallele und serielle Anschlussbuchse braucht man heute kaum noch. Wichtiger sind dagegen USB 2.0 und Firewire-Buchsen, an die sich von Tastaturen und Mäusen über CD-Brenner bis zu Camcordern allerlei externe Geräte ankoppeln lassen. Auch der Monitor-Ausgang, am besten ein digitaler DVI-Anschluss, darf nicht fehlen. Ist zudem noch ein TV-Ausgang vorhanden, kann das Notebook auch als DVD-Player am Fernseher dienen. Für drahtlose Verbindungen zu Handys und Organizern ist der Kurzstreckenfunk Bluetooth zu empfehlen, der entweder per Steckkarte oder per USB-Dongle nachgerüstet werden kann. Infrarotverbindungen sind aufgrund ihrer Fehleranfälligkeit hingegen nicht mehr zu empfehlen.
Typberatung
Folgende Konfigurationen dienen als Leitlinie für die verschiedenen Anwendungstypen:
Desktop-Ersatz
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Intel® Pentium® 4 Notebookprozessor
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512 MB RAM
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60 GB Festplatte
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CD-RW/DVD-Kombi-Laufwerk oder DVD-R-Laufwerk
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Netzwerk-Schnittstelle
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15,2 – 17 Zoll Display mit mind. 1280 x 854 Bildpunkten
Mobiler Profi
Leichtgewicht (Handtaschen-kompatibel)
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Intel® CentrinoTM Mobiltechnologie
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384 MB RAM
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30 GB Festplatte
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10,4 – 13,3 Zoll Display mit ca. 1024 x 768 Bildpunkten
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WLAN integriert
Reisefähiger Desktop-Ersatz
Intel ist der größte Halbleiterhersteller der Welt und zählt zu den international führenden Unternehmen mit Produkten für Informationstechnologie, Netzwerke und Kommunikation.
Stand: Januar 2004